„Holzstadtspaziergang“ – Murau

Wir zeigen dir eine andere Welt und führen dich durch die bezaubernde Holzstadt Murau. Wir freuen uns auf deine Anfrage und planen mit dir gerne gemeinsam deine Tour oder Besichtigung.

Rathaus Murau

 

Rathaus MurauGeschichte

Der Sitz des Bürgermeisters befindet sich in dem Liechtenstein’schen Haus „Am Hof“, von dem es seit dem Mittelalter Aufzeichnungen gibt. Bis 1578 ist das Gebäude als Rathaus unter Verwendung, ehe es bei einem Brand den Flammen zum Opfer fällt und verkauft wird. Von 1775 bis in die 1990er Jahre ist das Haus in Besitz von Bäckern, wovon heute noch die Brezeln an der Rathausfassade zeugen. 1993 kauft die Gemeinde das Bauwerk zurück. Im Mai 2001 wird das Murauer Rathaus am Standort Raffaltplatz 10 nach zehnmonatiger Bauzeit offiziell wiedereröffnet.

Architektur:
Für die Gestaltung des neuen Rathauses zeichnet der Murauer gewerbliche Architekt BM Ing. Rudolf Paschek verantwortlich, Ziel war die Symbiose von historischer Bausubstanz und modernem Bürobau. Die Kastenstockfenster sind aus Lärchenholz gefertigt, das alte Gewölbe und die mittelalterlichen Holzbalkendecken sind Zeichen der Gebäudeauthentizität. Holz in Form von Platten der Firma KLH und Glas verbinden sich mit der ursprünglichen Bausubstanz in harmonischer Weise. Holz ist auch zentraler Bestandteil der zur Hälfte verglasten Eingangstüre und des Bürgermeisterzimmers, wo Boden und Decke aus altem Holz bestehen. Obwohl der mittelalterliche Hauskern erhalten worden ist, ist das Rathaus heute dank Angleichung der Böden behindertengerecht.

Gewölbe:
Das große Gewölbe wurde während der Umbauarbeiten entdeckt. Es zeigt, dass das Gebäude ursprünglich direkt an den Schlossberg gebaut wurde. Die Bauweise und die gotischen Türeinfassungen aus rotem Sandstein weisen auf einen reichen Erbauer hin. Im Gewölbe finden das ganze Jahr über Ausstellungen statt. Das kleine Gewölbe, ursprünglich ein Schweinestall, befindet sich bei der Renovierung in sehr schlechtem Zustand. Eine Stahlbetondecke wird eingezogen, darüber befindet sich heute der Sitzungssaal des Gemeinderates. Das Rathaus wird durch Solar- und Fernwärme beheizt.

Dauer: 45 Min.

Schlossstiege

 

 

Aufstieg zu den Schwarzenbergs

Schloßstiege Murau BesichtigungEntstehung

Die aus Holz gefertigte Schlossstiege dürfte bereits zu Zeiten der alten Liechtenstein´schen Burg existiert haben. In Aufzeichnungen findet sich der Hinweis, dass Georg Ludwig Graf zu Schwarzenberg das herrschaftliche Oratorium in der Stadtpfarrkirche im Jahr 1624 in der heute noch existenten Form errichten ließ und sich „seit alter Zeit“ ein gedeckter Treppenaufgang dorthin befindet. Die Stiege ist somit älter als das Schoss, das in den Jahren 1628 bis 1643 erbaut worden ist. Die Stiege ist der kürzeste Fußweg zwischen dem Schloss- bzw. Burgberg und dem Oratorium im Zentrum der Stadt. 1848 wird die Stiege neu gebaut.

Dach

Die Eindeckung erfolgt ursprünglich mit gusseisernen Schindeln aus dem Eisenhüttenwerk in Turrach. Eine Schindel ist drei Millimeter dick und wiegt rund 1,5 kg. Die Verlegung erfolgt in gleicher Weise wie beim Tonfalzziegel. Für die 170 m² Dachfläche werden rund 4.200 Schindeln benötigt. Die Originale sind heute im Montanmuseum Turrach zu besichtigen.

Erneuerung

Die ursprüngliche Konstruktion hatte über 130 Jahre lang Bestand. 1980 wird die baufällige Stiege samt Dach von der Fürstlich Schwarzenberg´schen Bauverwaltung in viermonatiger Bauzeit erneuert und aus Mangel an Original-Schindeln mit Kupferblech eingedeckt. Für die Konstruktion der sogenannten „Zwergerlstiege“ wird Fichtenholz verwendet, die Treppenstufen bestehen aus Lärche, da diese Holzart widerstandsfähiger ist. Das Holz stammt aus dem Schwarzenberg´schen Wald der Herrschaft Murau. Die Stiege ist allgemein zugänglich und überwindet mit 214 Stufen eine Höhendifferenz von 23 Metern.

Dauer: 0,5 Stunden

Holzparkhaus Murau

 

Holzparkhaus MurauDas hölzerne Parkhaus ist das erste und bisher einzige in Europa. Der dreigeschossige Bau wird 1999 errichtet, insgesamt werden 1.300 m³ Holz in Form von Fichtenleimbindern und Massivholzplatten verwendet.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Murpromenade Murau

 

Murpromenade MurauDer Weg entlang der Mur verbindet den Schillerplatz mit dem Raffaltplatz. Die vielfältigen hölzernen Veranden bestehen meist aus Lärchenholz und dienen dem Kälteschutz.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Skulpturen und Pavillon

Wenn z.B. Domenig Hand anlegt

 

Stadtpark Pavillon MurauEntstehung

Der Skulpturenpark und der Musikpavillon zählen zu den touristischen Fixpunkten im Holzbezirk. Die Kunstwerke entstehen 1995 anlässlich des Symposiums zur steirischen Landesausstellung „Holzzeit“.

Musikpavillon

Uprünglich steht der Pavillon auf Rammpfählen an der Mündung von Rantenbach und Mur und ragt sogar ein Stück in den Fluss, aufgrund der starken Strömung muss er später an seinen heutigen Standort in der Friesacherstraße versetzt werden. die dreiseitige Verglasung ermöglicht einen großartigen Ausblick auf die Veranden der Altstadt. Die Holz-Konstruktion des Pavillons besteht aus Leimbindern mit Holzplatten und Stahlseilverspannungen, die Baukosten betragen rund 87.000 Euro. Verwendung findet der Musikpavillon mit 80 m² Grundfläche heute vor allem als Freiluft-Austragungsort von Konzerten.

Skulpturen

Im Stadtpark von Murau entstehen 1995 Skulpturen der Künstler Gottfried Bechtold, Vaclav Fiala, Kurt Matt und Rudi Hirt. Bechtolds „Bodenskulptur“ thematisiert die Reduktion des Baumes auf quasi null. Der „Kreis für Murau“ von Fiala legt seine gesamte Energie in die einfache Form der geometrischen Figur. Hirt widmet sich dem Thema „Geduld“. Die Zapfen stehen für Warten, als Überlieferer des Baumerbes harren sie ihrem Schicksal. Die Zwölf ist eine mystische Zahl und stellt den Bezug zum Uhrturm von Murau her, der gegenüber steht. Leider sind die Skulpturen im Laufe der Zeit verfallen. Der „Blaue Portugieser“ von Kurt Matt will Baum und Brett in einem symbolisieren.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Mursteg Murau

 

Ein Stück Architektur als Brücke

 

Mursteg MurauVorgeschichte

Im Jahr 1993 wird ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, an dem fünf Teams aus Architekten, Ingenieuren und Holzbauunternehmern teilnehmen. Eine prominent besetzte Jury wählt das Siegerprojekt einer Schweizer Gruppe, das 1995 in Murau realisiert wird.

Mursteg

Der Mursteg verbindet den östlichen Stadtteil mit dem Bahnhof, die Höhendifferenz der beiden Flussufer beträgt fast 10 Meter. Die Grundform des Brückentragwerks ist ein geschlossener Rahmen, eine Art einfeldriger Vierendeel-Träger. Der Steg ist nach dem Prinzip der „selbsttragenden Karosserie“ aufgebaut: Die „Wände“ oder Schubscheiben sind Binder aus Fichten-Brettschichtholz, die sich im Inneren der Brücke befinden und neben ihrer Trägerfunktion auch den Raum in Fußgänger- und Radweg aufteilen. Dach und Fahrbahn bestehen ebenfalls aus Fichte, das Geländer aus Lärche. Die einzelnen Brettschichten sind mit Nagelpressleimung verleimt, Gurte und Schubscheiben verdübelt.

Architektonischer Ansatz

Prämisse war die Forderung eines nach beiden Seiten offenen Raumes in der Mitte der Brücke. Diese wird nicht durch eine „Auflösung“ der Konstruktion, sondern im Gegenteil durch eine radikale Verdichtung des Tragwerks zu einem mittig liegenden Tragrahmen erfüllt. Das Brückentragwerk ist in zwei Teilen angeliefert und mit einem Spannkabel aus hochfestem Stahl verspannt worden. Die Spannweite der Brücke beträgt 46,8 Meter. Die Baukosetn belaufen sich auf rund 584.000 Euro. Für den Holzbau sind die Architekten Marcel Meili und Markus Peter aus Zürich, Bauingenieur Jürg Cozett aus Chur und die Firma Kaufmann aus Reutthe in Vorarlberg verantwortlich.

1996 Österreichischer Bauherrenpreis

Dauer: 0,5 Stunden

Abbundhalle und Berufsschule

 

Berufsschule mit Staatspreis

 

Abbundhalle Berufsschule Murau BesichtigungIntention

Die Abbundhalle der Berufsschule für Zimmerer in Murau wird 1992 von DI Ernst Giselbrecht, dem Sieger eines Architekturwettbewerbs, realisiert. Holz ist nicht nur das dominierende Material, sondern auch der Werkstoff, mit dem Zimmerer der Berufsschule täglich arbeiten. Die Abbundhalle soll den Lehrinhalt verkörpern und als Vorbild dienen. Als „pädagogisches Bauwerk“ vermittelt sie den Lehrlingen das Gefühl, das Gebäude mit präziser Arbeit auch selber bauen zu können.

Architektur

Das Staatspreis-Objekt besteht aus zwei hölzernen Baukörpern aus Lärche kombiniert mit Stahl, Beton und Glas. Durchlaufen wird die Halle von einem 40 Meter-Träger, der beidseitig etwa vier Meter hinausragt. Die Dachkonstruktion besteht aus verglastem Fachwerk, in Knotenpunkten sind Zug- und Druckverhältnisse ablesbar. Die kräftige Dimensionierung ist für den Brandschutz optimal.

Halle

Die 38 Meter lange Halle ist in drei Teile gegliedert: Im westlichen Teil befindet sich die Großwerkstätte, in dem auch die Abbundanlage aufgestellt ist. Im mittleren Teil ist das Holzlager untergebracht, im östlichen der Maschinenraum, der alle wesentlichen Holzbearbeitungsgeräte beherbergt. Der niedrige Schulungsteil ist der Halle vorgelagert.

Staatspreis für Gewerbe- und Industriebauten (Sonderpreis)

Geramb Dankzeichen für gutes Bauen

Dauer: 1 Stunde

Holzweltbüro

 

Frei, wie Urlaubstage sein sollen

 

Busfotos Busreise MurauKonzept

Das Informationszentrum der Holzwelt befindet sich in einem aussergewöhnlichen Holzgebäude.
Die Stadtgemeinde Murau errichtet 2002 nach den Plänen des gewerblichen Architekten BM Ing. Rudolf Paschek das symbolträchtige Holzweltbüro.
Das Gebäude will in seiner kühnen Architektur den Schwerpunkt Holz im Bezirk unterstreichen, elegante Leichtigkeit und bodenständige Festigkeit werden im Entwurf vereint.

Konstruktion

Die Konstruktion ragt über die Böschung des ursprünglichen Rantenbachverlaufs hinaus. Eine Tragkonstruktion aus KLH-Platten ermöglicht es, das Büro in den freien Raum zu stellen. Die dreiecksförmige Außenwand liegt einerseits auf dem Keller auf und wird andererseits von geschöpsten Lärchenrundholzstämmen getragen. Etwa die Hälfte des Gebäudes ragt so über den Keller in den Böschungsbereich hinaus.
Die Verwendung des Rohstoffes Holz sorgt für ein angenehmes Raumklima, zudem bieten die Büroräume eine imposante Aussicht auf die historische Altstadt.
Der vorgelagerte Eingangsbereich, eine Holz-Glaskonstruktion, sorgt für einen ersten Holz-Eindruck, der sich in den Büroräumen wiederholt.
Ein überdachter Revisionsgang ermöglicht Instandhaltungsarbeiten und dient dem Sonnen- und Witterungsschutz des Gebäudes. Der Bau kostet insges. rund 330.000 Euro.

Dauer: 45 Min.

Elternhaus

 

Wohnenswerter Lebensabend

Am Standort des heutigen Altenheims befindet sich über 300 Jahre lang ein Kapuzinerkloster. Das Elternhaus wird 1976 eröffnet und 1998 generalsaniert, 2006 ergänzt ein Zubau das Gebäude.

 

Elternhaus MurauArchitektur

Über 1000 m² KLH-Platten „verschlingt“ der Umbau. Die Fassade besteht aus Lärchenholzpaletten, eine Wasserableitung in Form einer horizontalen „Wassernase“ bewirkt, dass Regenwasser nicht auf die Fassade gelangt und verzögert so die Verwitterung.

Steirischer Holzbaupreis 2000

Dauer: 0,5 Stunden

Stadtmuseum

 

Ein Kapuzinerkloster als Museum

 

Stadtmuseum MurauGeschichte

Seit 1950 dokumentiert das ursprünglich als Privatsammlung angelegte Stadt- und Handwerksmuseum die Geschichte der Bezirkshauptstadt, die bis ins 15. Jahrhundert das Zentrum des Herrschaftsgebietes der Liechtensteiner bildet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird durch die Initiative des Apothekers Ernst Gasteiger das erste Heimatmuseum der Stadt gegründet, das später in das einstige Kapuzinerkloster übersiedelt. Bis heute hat die Sammlung ihren Sitz in diesem Kloster mit romanischen Kreuzgängen. Das Museum umfasst zehn Schauräume, die Sammlung reicht von ersten urgeschichtlichen Funden über Exponate aus dem Mittelalter und Original-Werkstätten aus der Neuzeit.

 

Holz

In der Geschichte der Stadt spielt Holz immer schon eine wesentliche Rolle, sind doch die Häuser ursprünglich aus Holz gefertigt. Bereits um 1300 werden für die Erhaltung der Stadtmauer Zimmerer eingesetzt. Da Teile der Stadt immer wieder gebrannt haben, verleiht Anna Neumann, „Herrin von Murau“, den Hauseigentümern Holzbezugsrechte, die bis heute gültig sind.

Ausstellung

Im Stadt- und Handwerksmuseum lebt die Kulturgeschichte der Stadt neu auf. Gezeigt werden das alltägliche Leben der Murauer, ihre Arbeit und Freizeit. Das historische Handwerk ist ebenso Thema wie die Handelsgeschichte, die Landwirtschaft und der Haushalt. Dazu finden regelmäßig Informationsveranstaltungen und Seminare statt.

Exponate

Besonders sehenswert ist die in der Steiermark einzigartige sogenanne „Bettlerkirche“, ein zweitüriges, tragbares Holzkästchen aus dem 17. Jahrhundert, vor dem für Almosen Andachten gehalten werden. Eine schmiedeeiserne Urkundentruhe mit Zentralschloss zählt ebenso zu den Kostbarkeiten, wie Utensilien des Strafvollzuges. Ein Teil des Museums ist der Wohnkultur des kleinstädtischen Bürgertums im 19. Jahrhundert gewidmet.

 

Dauer: 1 Stunde

Holztüren

Kleinode, die eine Stadt öffnen

 

Tore 1108 - Murau Stadtspaziergang

Tore 1108 – Murau Stadtspaziergang

Im Vorübergehen

Ein Detail im kunsthistorischen Massiv des vielfältigen Murauer Stadtbildes stellen die hölzernen Hof- und Haustüren in der Anna-Neumann-Straße, am Raffaltplatz, am Schillerplatz, in der Schwarzenbergstraße, in der Liechtensteinstraße und am Rindermarkt dar.

Anna Neumann

Es sind dies Tore und Türen an alten Bürgerhäusern, bunt und vielgestaltig, oft aus der Zeit von Anna Neumann von Wasserleonburg, die in sechster Ehe mit dem Reichsgrafen Georg Ludwig von Schwarzenberg verheiratet ist, dem sie 1617 die Herrschaft über Murau überträgt.

Zubau zum Rüsthaus

Hölzerner Turm für die Feuerwehr

 

Zubau Rüsthaus MurauAllgemeines

Der Zubau zum Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr wird 1999 von den Architekten Baier-Landl-Thoma ausgeführt. Der Erweiterungsbau besteht aus einer Konstruktion Brettstapelbauweise, die mit sägerauer, unbehandelter Lärche verschalt ist. Das Pultdach sitzt auf einer Leimbinder-Konstruktion, der Turm ist eine hölzerne Fachwerkkonstruktion.

Glocke

In der aufgesetzten Fachwerkkonstruktion hängt die Feuerglocke als weithin sichtbares Wahrzeichen der Feuerwehr. Mit diesem Bau wird eine alte Tradition erhalten.

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