Alle Objekte zum Thema „Holzkultur, Mühlen und Museen“ – einzeln buchbar

Hier haben wir für dich eine riesen Auswahl an Objekten in Murau zum Thema „Holzkultur, Mühlen und Museen“. Du bist sicher überrascht wie viele Möglichkeiten es in Murau gibt sich mit diesem Themengebieten zu befassen. Wir freuen uns auf deine Anfrage und planen mit dir gerne gemeinsam deine Tour oder Besichtigung.

Alte Bauernmühle

 

Acht Hölzer zum Mahlen von Mehl

 

Alte Bauernmühle MühlenGeschichte

Der Ort Mühlen wird um 1200 erstmals urkundlich erwähnt. Schon der Ortsname weist darauf hin, dass hier einst Getreidemühlen selbstverständlich zum Ortsbild gehört haben. Um dem Namen gerecht zu werden und das touristische Angebot auszuweiten, entsteht 1990 die Idee, eine solche Mühle originaltreu nachzubauen. Nach mehrjähriger Suche findet sich auf der Stolzalpe ein geeignetes Objekt, das angekauft und übertragen wird.

Mühle

Viele Teile der aus Fichtenholz gebauten Mühle müssen in aufwendiger Arbeit erneuert werden. Verwendet werden dafür acht verschiedene heimische Hölzer, die alle individuelle Eigenschaften aufweisen. Für den Wasserzulauf und die Schaukästen sind ausgewählte Rotlärchen verwendet worden. Gegen die Faserung geschnittene Ulmen kommen für die Lagerung der Achse zum Einsatz, dank dem geringen Abrieb dieses Holzes sind kaum Verschleißspuren bemerkbar. Haselnuss findet bei der großen Feder Verwendung, das mürbe Holz wird jedes Jahr neu aus dem Wald geholt. Der über 100 Jahre alte Bauerntisch ist aus Ahorn. Die elastische Esche kommt bei der Rüttelung zum Einsatz, wo Grieß und Schrot sortiert werden.

Angebot

Mit der Kraft des Wassers können Gäste hier selbst Getreide mahlen. In der Mühle befindet sich auch eine umfangreiche Sammlung an historischen und modernen Getreidesorten. Eine Fotoausstellung zeigt den Weg „Vom Korn zum Brot“. Gleich neben der Mühle befindet sich das Bauerndenkmal und die Sonnenuhr von Mühlen. Mehr über die bäuerliche Lebensweise und die regionale Kulturgeschichte erfahren die Besucher im Bauernmuseum von Mühlen. In der Schauschmiede wird Eisen zu verschiedenen Gebrauchsgegenständen verarbeitet.

Dauer: 1 Stunden

Brechlhütte

 

Landjugend sichert Tradition

 

Pfeifenmuseum ScheiflingBrauchtum

Das „Brecheln“ ist eine bäuerliche Tätigkeit, die in Peterdorf bis 1956 durchgeführt wird. Der Begriff leitet sich vom Brechen des Flachses ab. Die „Mannerleit“ (Männer) arbeiten an großen „Vorschlagbrecheln“. Die Brecheln, traditionell aus den schweren Hölzern Esche oder Ahorn gefertigt, sind mittels Holzdübeln am Schlagbaum aus Lärche befestigt. Die „Weiberleit“ (Frauen) wiederholen den Arbeitsschritt mit kleineren „Ausmachbrecheln“. Anschließend wird der Flachs zu Strähnen gewunden. Das gewonnene „Haar“ wird im Winter versponnen, später zu Hausleinen verwoben.

Die Hütte

Im Kern ist die Brechlhütte gemauert, auch der Ofen ist aus „Klaubsteinen“ (Ackersteinen) gefertigt. Die Decke besteht aus Lärchenbrettern, darüber befindet sich zur Dämmung Kohlenlösch. In der Decke sind kleine Löcher, die beim Heizen geöffnet werden. Beheizt wird der Ofen ausschließlich mit Laubhölzern wie Ahorn, Esche oder Ulme, da diese beim Heizen weder springen noch spritzen. Im Jahr 1991 wird die 200 Jahre alte Gemeinschaftsbrechlhütte renoviert. Die Brechlhütte, aufgrund der Schwitzbäder, die darin einst stattfanden auch „Badstube“ genannt, ist eng mit der Geschichte der Gemeinde verbunden. Zahlreiche Traditionen leiten sich aus der spätherbstlichen, staubigen Arbeit des „Brechelns“ ab.

Sanierung

2012 wird die historisch bedeutende Hütte ein weiteres Mal erneuert, diesmal von der Landjugend Peterdorf-Althofen. Im Rahmen des Projektes „30 Stunden für die Gemeinde“ sind rund 25 Jugendliche für die Wiederbelebung der Hütte im Einsatz. Morsche Pfosten werden ausgetauscht, eingedrückte Wände erneuert und eine neue Tür eingebaut. Im Rahmen von Führungen ist die Hütte zu besichtigen, die alten Gerätschaften – vom Spinnrad über den Trockenofen bis hin zum „Brechel“ – sind im Original erhalten.

Dauer: 1 Stunde

Reitermühle

 

Täglich´ Brot für ein „Vaterunser“

 

Reitermühle StadlBedeutung

„Unser täglich Brot gib uns heute“ – diese uralte Bitte im Gebet „Vaterunser“ erinnert an die lebenswichtige Bedeutung, die die Mehlgewinnung früher für die ländliche Bevölkerung hatte. Das im Herbst geschnittene Korn wird in Garben getrocknet, im Winter in der Tenne gedroschen und im wasserreichen Frühjahr und Sommer in der Mühle gemahlen.

Geschichte

Die „Reitermühle“ in Stadl an der Mur, eine alte Bauernmühle, stammt ursprünglich aus dem Stadler Schlossgraben. Ihren Namen verdankt sie dem einstigen Besitzern, dem Bauernhof vlg. Reiter. Als Beitrag zur Holzwelt wird die Mühle 1993 an den Lunzenbach versetzt und revitalisiert.

Mühle

Das Bachwasser läuft über eine hölzerne Zuleitung („Uaschen“) aus eineinhalb Meter Fallhöhe auf die sogenannten „Kümpfe“ des Mühlrades und bringt so eine Leistung von 5,5 PS. Pro Stunde können vier bis sieben Kilogramm Mehl zwischen den handgemeißelten Mahlkörpern aus Naturstein gemahlen werden. Das typische „Klappern“ der Mühle wird von der Rüttelvorrichtung erzeugt, die die Förderung des Kornes zu den Mahlkörpern sowie die Siebung des Mehles durch Stoffgewebe gewährleistet. In der Mühle sind unterschiedliche Holzsorten verarbeitet: Lärche kommt bei den „Uaschen“, den Außenwänden, dem Dachbelag und dem Mühlrad zur Anwendung. Fichte findet man im Innenraum, zum Beispiel beim „Bett“, wo das Getreide aufgeschüttet wird. Neben diesen beiden Hölzern kommen Kirsch- und Eichenholz sowie Wurzelhölzer aufgrund ihrer Festigkeit zum Einsatz.

 

Dauer: 0,5 Stunden

Waltlhaus

 

Krakaudorf vor hunderten Jahren

 

Waltlhaus KrakaudorfGeschichte

Das Rauchstubenhaus vlg. „Waltlhaus“ ist vor mehr als 500 Jahren zur Gänze aus Fichten- und Lärchenholz errichtet worden.

Museum

1995 wird in dem ehemaligen Bauerngehöft ein Dorfmuseum eröffnet. Es wird zusammengetragen, was im Dorf aus der Vergangenheit übrig geblieben ist. Es sind keine wertvollen Exponate, die hier gezeigt werden, vielmehr liegt der Fokus auf dem Alltagsleben der Bauern. Jeder Raum wird seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt und entsprechend präsentiert. Möbel, Geräte, Fahrzeuge, Gebrauchsgegenstände und Utensilien des täglichen Lebens geben einen Blick, wie „die Krakau“ einst ausgesehen hat.

Rundgang

Vom Vorraum aus, der „Lab´n“, betritt man das Gebäude. Der zentrale Raum ist die Rauchstube mit ihrer gemauerten Kochstelle und dem Essplatz, die, wie ein Webstuhl, im Original erhalten sind. Die Mägde- und Knechtekammern samt Inventar sind ebenso zu besichtigen, dazu kommt eine Schusterwerkstatt aus jener Zeit, als die Handwerker noch auf „Stör“ gingen. Die Inneneinrichtung besteht aus Zirbe und Fichte, eine Wand ist mit Lärche vertäfelt. Im Obergeschoss befindet sich ein Gästezimmer vom Anfang des 20. Jahrhunderts, das die einfache Unterbringung der ersten „Sommerfrischler“ zeigt.

Tenne und Außenbereich

Der „Dachboden des Stalls“ gibt einen Überblick über Arbeitsgeräte, die längst aus dem Gebrauch verschwunden sind: Leiterwagen, Kutschen, Flachsriffeln, Butterfässer und Dreschflegel, schön aufgereiht, dazu „Unkrautspritzer“ und Nähmaschinen. Die Exponate sind zum Großteil aus Eiche, Esche und Zirbe. Im Außenbereich sind große bäuerliche Gerätschaften und regionaltypische Holzzäune zu sehen.

Dauer: 1 Stunde

Montanmuseum

 

Holz und Eisen brauchen einander

 

Montanmuseum Predlitz-TurrachGeschichte

Der nunmehrige Ortsteil Turrach verdankt seine Entstehung dem Bergbau und der daraus resultierenden Eisenerzeugung, die im 19. Jahrhundert internationalen Ruhm erlangt. Erste Aufzeichnungen über Bergbau in dieser Region reichen bis ins 13. Jahrhundert, als der Eisenerzbergbau an Ulrich von Liechtenstein verliehen wird. Später geht die Herrschaft auf den Grafen von Schwarzenberg über. Um 1650 beträgt die jährlich geförderte Erzmenge zwischen 5.600 und 6.700 Tonnen, über 1.000 Menschen finden Arbeit. Die Erfolgsgeschichte von Turrach endet mit dem Aufkommen der großindustriellen Eisenerzeugung, 1906 wird die Eisen- und Stahlerzeugung eingestellt.

Holz

Ohne Holz kein Eisen – der waldreiche Bezirk nutzt seine Ressourcen auch zur Eisenerzeugung. Zum einen dienen die Holzstämme als Spreizer in den Stollen, zum anderen wird aus Holz in den Hochöfen Holzkohle und somit die notwendige Energie für den Abbau erzeugt.

Museum

Heute ist der Glanz von damals im Montanmuseum zu bestaunen. Die kleine Schausammlung stellt nicht nur die 250 Jahre währende Bergbautradition dar, gezeigt wird auch der technische Aspekt des Gewerbes. Der „Floßofen“, die erste „Bessemerbirne“ der Monarchie und handwerkliches Gerät werden ebenso präsentiert wie Fotos, Dokumente und eine Ton-Dia-Schau.

Exponate

Eine technische Erneuerung ist anno 1863 die Verwendung der ersten „Bessemerbirne“ auf europäischem Festland. Die fortschrittliche Methode zur Stahlerzeugung wird von dem Engländer Henry Bessemer entwickelt, ihr Einsatz in Turrach ist eine Pionierleistung. Beim Bessemerverfahren wird das flüssige Roheisen in einen birnenförmigen Stahlbehälter eingebracht. Durch Einblasen von Luft wird das Roheisen zu Stahl. Eine originalgetreue Nachbildung ist im Montanmuseum Turrach zu besichtigen, das Original befindet sich im Technischen Museum Wien.

Dauer: 1-2 Stunden

Blasmusikmuseum

 

 

Feine Töne aus der kleinsten Stadt

 

Blasmusikmuseum OberwölzMuseum

Auf 600 m² wird im 1997 eröffneten österreichischen Blasmusikmuseum die Geschichte des heimischen Blasmusikwesens erzählt. Herzstück des Museums ist die umfangreiche Instrumentensammlung, darunter zahlreiche Raritäten und Unikate.

Ausstellung

Die ständige Ausstellung präsentiert Holz-, Blech- und Schlaginstrumente, traditionelle Bekleidungen der Musiker (Uniform und Trachten) seit dem 19. Jahrhundert. Dazu zählen Trommelwägen, Dirigentenstäbe, Notendrucke und Partituren. Eine Ton-Bild-Schau bietet einen Überblick über die Entwicklung der klassischen Harmoniemusik hin zur Blasmusik der Gegenwart. Die digitale Bilddokumentation „Blaskapellen und Blasorchester Österreichs“ umfasst rund 2.100 Klangkörper. In Oberwölz ist seit 2009 auch das Archiv- und Dokumentationszentrum des österreichischen Blasmusikverbandes untergebracht. Fotos und Dokumente aus der über 50-jährigen Geschichte sind hier zu sehen.

Holz

Drei verschiedene Sorten Holz finden im Blasinstrumentenbau Verwendung. Ebenholz wird für den Bau von Flöte, Klarinette und Piccolo verwendet. Grendill-Holz oder „African Blackwood“ ist ein dunkelbraunes Hartholz, das für Fagott und Oboe gebraucht wird. Ebenfalls für Flöte und Klarinette wird das Holz des Buchsbaumes genutzt. Insgesamt sind im Museum rund 40 Holzinstrumente ausgestellt.

Wissenschaft

Das Blasmusikmuseum dient der musikwissenschaftlichen Forschung. In kleinem Umfang werden Instrumentenkunde und Musikgeschichte untersucht. So kann ein als „Bariton“ bezeichnetes, rundes Instrument mit einer Zeichnung aus dem Bestand des bekannten Instrumentenbauers Adolf Kaltenegger aus Seeham verglichen und als identisch identifiziert werden. Regelmäßig publiziert das Museum auch Tonträger.

Dauer: 0,5 Stunden

Stadtmuseum - siehe Holzstadtspaziergang

 

Ein Kapuzinerkloster als Museum

 

Stadtmuseum MurauGeschichte

Seit 1950 dokumentiert das ursprünglich als Privatsammlung angelegte Stadt- und Handwerksmuseum die Geschichte der Bezirkshauptstadt, die bis ins 15. Jahrhundert das Zentrum des Herrschaftsgebietes der Liechtensteiner bildet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird durch die Initiative des Apothekers Ernst Gasteiger das erste Heimatmuseum der Stadt gegründet, das später in das einstige Kapuzinerkloster übersiedelt. Bis heute hat die Sammlung ihren Sitz in diesem Kloster mit romanischen Kreuzgängen. Das Museum umfasst zehn Schauräume, die Sammlung reicht von ersten urgeschichtlichen Funden über Exponate aus dem Mittelalter und Original-Werkstätten aus der Neuzeit.

 

Holz

In der Geschichte der Stadt spielt Holz immer schon eine wesentliche Rolle, sind doch die Häuser ursprünglich aus Holz gefertigt. Bereits um 1300 werden für die Erhaltung der Stadtmauer Zimmerer eingesetzt. Da Teile der Stadt immer wieder gebrannt haben, verleiht Anna Neumann, „Herrin von Murau“, den Hauseigentümern Holzbezugsrechte, die bis heute gültig sind.

Ausstellung

Im Stadt- und Handwerksmuseum lebt die Kulturgeschichte der Stadt neu auf. Gezeigt werden das alltägliche Leben der Murauer, ihre Arbeit und Freizeit. Das historische Handwerk ist ebenso Thema wie die Handelsgeschichte, die Landwirtschaft und der Haushalt. Dazu finden regelmäßig Informationsveranstaltungen und Seminare statt.

Exponate

Besonders sehenswert ist die in der Steiermark einzigartige sogenanne „Bettlerkirche“, ein zweitüriges, tragbares Holzkästchen aus dem 17. Jahrhundert, vor dem für Almosen Andachten gehalten werden. Eine schmiedeeiserne Urkundentruhe mit Zentralschloss zählt ebenso zu den Kostbarkeiten, wie Utensilien des Strafvollzuges. Ein Teil des Museums ist der Wohnkultur des kleinstädtischen Bürgertums im 19. Jahrhundert gewidmet.

 

Dauer: 1 Stunde

Museumszentrum Neumarkt (vormals Schule der Sinne)

 

Dieses „Häferl“ geht nicht über

 

Museumszentrum NeumarktErlebniswelt

Die Schule der Sinne ist ein Museum, in dem mitmachen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht ist. An verschiedenen Stationen dürfen Kinder wie Erwachsene forschen, berühren, Holz riechen nd vor allem selbst ausprobieren. Wie fühlt sich Getreide an? Warum schwingt ein Pendel? All diesen Fragen kann in der Schule der Sinne nachgegangen werden. Kinder testen ihr Wissen in einem Quiz. Die Geschicklichkeit wird beim Bauen der Leonardobrücke geschult. Sie besteht aus einfachen, geraden Fichtenholzstücken.

Schulmuseum

Anhand alter Schulmöbel aus Fichtenholz und zeitgenössischem Inventar aus der Umgebung werden über 100 Jahre Schulgeschichte dokumentiert. Rohrstab und Scheiter für das sogenannte „Scheitelknien“ oder eine Schulordnung aus dem Jahr 1898 sind ebenso vorhanden wie eine reichhaltige Sammlung an verschiedenen Anschauungsmaterialien: Präparierte Tiere für den Naturkundeunterricht, Globen und Wandkarten.

Häferlmuseum

Die gut 1.800 Stück umfassende „Häferlsammlung“ ist seit den 1970er Jahren von Amalie Steiner zusammengetragen worden. Zu sehen sind Tassen für verschiedene Anlässe, Namenshäferln, Gefäße mit Sprüchen und Häferln mit besonderem Erinnerungswert. Unter den Exponaten befinden sich ein „Soldatenhäferl Napoleon“ aus dem Jahr 1805 und eine Bambusschale aus Tongo.

Sonstiges

Seit 2005 ist auch das Bergbaumuseum aus Pöllau integriert. Ebenso zu finden: Eine Bionik-, Mineralien- und Handarbeitsausstellung.

 

Dauer: 2 Stunden

Holzmuseum

 

Wenn das Holz zum Freund wird

 

Holzmuseum Dach FR Regina SunkHolz

Holz beeinflusst seit jeher das Leben im waldreichen Bezirk Murau. In St. Ruprecht-Falkendorf hat man dem vielfältigen Rohstoff ein ganzes Museum gewidmet. Die Themenpalette reicht von Holzbau über Möbeldesign, bildende Kunst und Spielzeug.

Museum

Herzstück des Holzmuseums ist ein ehemaliger hölzerner Rinderstall, der schonend zu einem ungewöhnlichen Ausstellungsgebäude umfunktioniert wurde. Neben frei zugänglichen Außenobjekten gibt es einen Forstturm, ein „Arboretum“, ein Holz-Bau-Haus und einen großen Kinderspielplatz. Zudem gibt es jährlich wechselnde Sonderausstellungen zu den unterschiedlichsten Holzaspekten.

Ausstellung

Im Haupthaus erzählen zahlreiche Originale und Repliken von der vielfältigen Verwendung des Rohstoffes im obersteirischen Alltagsleben. Gezeigt werden historische Geräte, Einrichtungsgegenstände und zeitgenössische Kunstwerke. Interessante Fakten über das Bauen und Heizen mit Holz erfahren Besucher im Holz-Bau-Haus. Der Forstturm thematisiert Holz im Kontext von Flora und Fauna. Das „Arboretum“ ist ein großzügig angelegter Baumgarten. Bekannte und seltene heimische Baumarten und Sträucher können hier besichtigt werden, ein Barfußweg schult alle Sinne. Zudem gibt es einen Holz-Wasser-Spielplatz im Freien.

Aktivitäten

Im Holzmuseum werden unterschiedlichste Workshops und Führungen angeboten. Von April bis Oktober lernt man nach Voranmeldung Schnitzen und Holzmalerei. Für Kinder gibt es ein breites Angebot an Basteln, Malen und Stelzengehen bis hin zu waldkundlichen Spaziergängen und Holz-Sport-Wettbewerden wie die „Baumrallye“.

1999 Steirischer Holzbaupreis

Dauer: 2 Stunden

Getreidemühle

 

Bauern revitalisieren Kulturgut

 

Getreidemühle St.RuprechtGeschichte

Im Vorfeld der Murauer Landesausstellung „Holzzeit“ 1995 schließen sich Bauern aus St. Ruprecht-Falkendorf zusammen, um ein altes, hölzernes Kulturgut zu revitalisieren. In Rinegg werden sie bei einem Bergbauernhof fündig: Hier steht eine Getreidemühle, die zu diesem Zeitpunkt ziemlich desolat ist. In vielen Stunden gelingt es der engagierten Gruppe, die Mühle behutsam abzutragen und von 1.400 m Seehöhe ins Tal zu transportieren. Am neuen Standort wird sie renoviert und dank zahlreicher Original-Ersatzteile, von örtlichen Bauern zur Verfügung gestellt, wieder funktionstüchtig gemacht. Ziel ist es, das alte Mühlen-Gewerbe für Jugendliche anschaulich nachzustellen.

Mühle

Heute steht die St. Ruprechter Getreidemühle am westlichen Ortsrand und ist neben dem Holzmuseum ein weiteres touristisches Holz-Aushängeschild der Gemeinde. Es handelt sich um eine für die Region typische Oberlaufmühle, bei der das Wasser von oben eingespeist wird. Im nahen Kärnten sind Unterlaufmühlen verbreitet. Die Mühle in St. Ruprecht-Falkendorf besteht zur Gänze aus heimischen Fichtenholz, nur der Boden ist aufgrund der besseren Haltbarkeit aus Lärche gefertigt. Die verwendeten Bäume sind nicht geschnitten, sondern gehackt, was auf ein hohes Alter der Mühle schließen lässt. Verbunden sind die präzise und gerade gehackten Bretter mit Holznägeln aus Lärche.

Führung

Führungen sind nach Voranmeldung bzw. zu den Fixterminen im Sommer möglich.

Dauer: 0,5 Stunden

Hans Leitner

 

Unbeugsam und etwas schräg

 

Hans Leitner St.PeterBiographie

Hans Leitner wird am 5. August 1953 in Pöllau am Greim geboren. Nach Abschluss der Pflichtschule absolviert er eine kaufmännische Lehre, anschließend steigt er auf Metallbearbeitung um. Schon 1972 entstehen erste plastische Arbeiten aus Holz, entscheidende künstlerische Impulse bekommt Leitner durch den akademischen Bildhauer Professor Johannes Oberleitner. Seit 1979 ist Leitner freischaffend tätig, seit 1986 lebt und arbeitet er in St. Peter am Kammersberg. Es folgen diverse künstlerische Großprojekte sowie die Teilnahme an Bildhauer-Symposien und Künstlergruppen. Seit 2009 leitet der Autodidakt den Workshop „Bioplastik“ im Rahmen der Murauer Werktage.

Holz

Holz ist für Leitner der wertvollste und vielseitigste Rohstoff sowie wesentlicher Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit. Durch das Behauen des Stammes und die ihm eigene Arbeitsweise des Aufbauens, Konstruierens und Zusammenfügens einzelner Holzarten wie Lärche oder Zirbe will Leitner die Spannungen des Werkstoffes für seine Skulpturen nutzbar machen.

Öffentliche Arbeiten

Leitners Arbeiten sind im öffentlichen Raum rund um Murau zu betrachten. So stammen das Hochrelief „Geburt“ in der Pfarrkirche St. Peter am Kammersberg, die acht Holzreliefs „Die Zünfte“ in der Murauer Wirtschaftskammer, die künstlerische Gestaltung der Aufbahrungshalle sowie der Marktbrunnen in St. Peter am Kammersberg aus seiner Werkstätte.

Dauer: 1 Stunde

Lohmühle Oberwölz

 

Lohmühle OberwölzBin in die 1960er Jahre werden in der Lohmühle zwei für die Lederaufbereitung wichtige Arbeiten verrichtet: In der „Lederstampf“ wird Hosenleder weich gestampft, in der „Lohbrech“ Fichtenrinde zerkleinert und an Gerbereien verkauft. Heute dokumentiert der gezimmerte au die vergangene Arbeitswelt.

 

Dauer: 0,5 Stunden

Kötzlmühle St. Peter am Kammersberg

 

Kötzlmühle St.PeterDie Kötzlmühle in Feistritz wird 1305 erstmals erwähnt. Sie dient als „Mautmühle“, die Bauern bezahlen den Müller mit einem Teil ihres Getreides. Seit 1994 ist die alte Holzmühle Besuchern zugänglich. Das Fluder findet als Kneippanlage Verwendung, der von Orthopäden entwickelte Fußparcours verlangt Gleichgewichtsgefühl.

 

Dauer: 1 Stunde

Waschlrad Ranten

 

Waschlrad RantenLange Zeit über gibt es am Rantenbach eine Sägemühle, zuerst in Form des „Venezianergatters“, später als „Vollgatter“. Nach einem Brand 1921 wird die Säge verkauft und ein leistungsfähiges Sägewerk errichtet. Ein schweres Hochwasser zerstört das „Waschlrad“ 1966, Reste davon sind heute noch zusehen.

Dauer: 0,5 Stunden

Klausnerbergsäge Krakauhintermühlen

 

Klausnerbergsäge KrakauhintermühlenDie Klausnerbergsäge wird um 1923 erbaut und befindet sch im Krakautal. Die Säge erleichtert die Verarbeitung des Holzes enorm. Bis 1967 ist ein Venezianergatter im Einsatz, später ein Seiten- und Vollgatter. Noch heute wird die Säge von Bauern der REgion zum Schneiden von Bauholz genutzt.

Dauer: 0,5 Stunden

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