„Himmel & Holz“ – Besichtigung der heiligen Art mit deinen BotschafterInnen

Hier haben wir für dich eine riesen Auswahl an Objekten in Murau zum Thema „Himmel und Holz“. Wir freuen uns auf deine Anfrage und planen mit dir gerne gemeinsam deine Tour oder Besichtigung.

Pfarrkirche St. Oswald

 

Die Kirche für den König

 

Pfarrkirche St.Oswald KrakaudorfGeschichte

In Krakaudorf befindet sich die Pfarrkirche St. Oswald mit der bemalten, hölzernen Kassettendecke. Erstmals urkundlich erwähnt wird die „capella“ 1234. Geweiht ist die Pfarrkirche dem Hl. Oswald, König von Northumbien. Er ist Schutzpatron der Schnitter und des Viehs, gilt als Märtyrer und Heiliger und fiel 624 n.Chr. im Kampf gegen das heidnische Volk.

Stil

Die Eingangsportale der Süd- und Westseite stammen aus der Mitte des 15. Jhd.. Der ursprünglich rechteckige Saalbau wird in der Gotik und im Barock verändert und erweitert. Der Kirchturm zählt zur Gotik, Presbyterium, Altar, Aufstockung des Kirchturms samt Zwiebelhelm und Sakristei sind im barocken Stil. Der Chorraum ist in barocker Fresko-Secco-Technik bemalt, der dreigeschossige, frühbarocke rechte Seitenaltar ist dem Hl. Johannes Nepomuk geweiht.

 

Holzdecke

Hervorzuheben ist die bemalte Holzdecke der Kirche. Schmale Leisten teilen die Decke in zwölf mal zehn nahezu quadratische Felder. Die einzelnen Felder zeigen je eine frei gemalte, phantasievolle offene Rosette, wobei trotz einheitlichem Charakter keine Wiederholung bei der Gestaltung auftritt. Die Blüten, die perspektivisch vertieft gemalt sind, erinnern an Schneekristalle. Insgesamt dominieren gelbe, grüne und rote Töne, die Farbgebung ist warm gehalten. Ein Feld trägt das Liechtenstein´sche Wappenschild und die Jahreszahl 1534 in Spiegelschrift.

Dauer: 0,5 Stunden

Ulrichskirche

 

Wenn Ritter Kirchen bauen

 

Ulrichskirche Krakauhintermühlen Tour buchen in MurauGeschichte

Die Filialkirche zum Hl. Ulrich befindet sich am Eingang des Etrachgrabens in Krakauhintermühlen. Die Kirche wird Ende des 15. Jhd. errichtet und ist der Pfarre Ranten zugehörig. Der Überlieferung nach ist der Ritter Ulrich Welzer, bis 1494 Burggraf auf Rothenfels bei Oberwölz, für den Bau verantwortlich. 1520 wird der Hochaltar aufgestellt. 1741 liefert der Judenburger Bildhauer Balthasar Prandstätter einen neuen Altar.

Architektur

Die Filialkirche St. Ulrich ist ein einfacher gotischer Rechteckbau mit eingezogenem Chor und kleinem hölzernen Dachreiter. Das Kirchenschiff ist mit Satteldach über Holzgiebelwänden gedeckt. Der Chorraum wird durch drei zweibahnige Spitzbogenfenster mit schrägem Gewände erhellt.

 

Holzdecken

Chor und Kirchenschiff sind mit einer bemalten Holzbalkendecke überdeckt. Die Holzdecke im Chor besteht aus einfachen Längsbrettern mit zwischengesetzten Leisten, die mit Schablonenmalerei reich belebt sind. Die Schablonen zeigen kleinteiliges geometrisches Gitterwerk, Fischblasenmaßwerk, Rosettenfolgen und Ranken mit Blüten, durchbrochen von Schriftbängern mit der Aufschrift „als mit willen“. Der Charakter dieser Malerei deutet auf die Ausklänge der Gotik um 1500. Die Decke im Kirchenschiff ist im Vergleich einfacher gestaltet und Reste der Schablonenmalerei sind erhalten.

Bekannt ist die Kirche vor allem für den spätgotischen Flügelaltar. Dargestellt ist die Beweinung Christi in Öl auf Holz.

Dauer: 0,5 Stunden

Kalvarienberg

 

Krakaudorfer Bauer erhält Kapelle

 

Kalvarienberg Krakaudorf mit Guide besuchen

Allgemeines

Die Kalvarienbergkapelle liegt nordöstlich des Dorfes auf einer Bergkuppe. Sie wird um 1700 gebaut, befindet sich aber schon 50 Jahre später im Verfall. Aus einem bischöflichen Brief ist zu entnehmen, dass die Hauptkosten zu Wiederherstellung ein Krakaudorfer Bauer trägt, der 60 Gulden und eine Leinwand spendet.

Kapelle

Die renovierungsbedürftige Kalvarienbergkapelle ist eine gemauerte, offene Nischenkapelle mit vorgezogenem, hölzernem Dach. An den Seiten befinden sich kleine Holztüren. Eingerichtet ist die Kapelle unter anderem mit einer lebensgroßen, derb dargestellten Kalvarienberg-Kreuzgruppe. Diese volkstümliche Arbeit ist um 1700 entstanden. Zu den Füßen der Grußße befinden sich zu beiden Seiten bogenförmig angebrachte Leuchterarme mit je sechs Kerzenhaltern. Vor dem Kreuz knieend die Hl. Magdalena, stehend die Hl. Maria und der Hl. Johannes. Einige Hinterglasbilder, der Hl. Josef mit Kind aus dem 18. Jhd. und ein Auferstandener – so die weitere Ausstattung der Andachtsstätte. Am Altartisch wird auf einer Holztafel das Fegefeuer gezeigt.

 

Kapellen

Auf dem Weg finden sich verteilt vier kleine, rechteckige Holzkapellen mit Spitzgiebel und Lattengitter als Kreuzwegstationen. In diesen Kapellen sind einfache, aber charakteristische Schnitzgruppen aus dem späten 18. Jhd. eingestellt. Die erste Station zeigt das Gebet Christi am Ölberg. Ein Engel kommt der knienden Figur Christi mit Kelch und Kreuz entgegen. An der zweiten Station ist Christus an der Geißelsäule zu sehen, die dritte zeigt seine Verspottung durch drei Figuren. Die vierte Station zeigt, wie Christus das Kreuz auf sich nimmt.

 

Dauer: 0,5 Stunden

Der Steirische Herrgott

 

Der spanische Heilige auf der Wolke

Der Steirische Herrgott befindet sich in der Fortnerkapelle in Unteretrach.

 

Steirischer Hergott Krakauschatten mit BotschafterInnen besuchenGeschichte

Eine Hauskapelle bei der Familie vlg. Fortner gibt es seit der Pestzeit Anfang des 18. Jhd.. Die heutige Kapelle wird 1887 errichtet. Die gemauerte Andachtsstätte hat einen annähernd quadratischen Grundriss, über dem Satteldach erhebt sich ein Dachreiter mit einer kleinen Glocke. Der Altar ist in Form eines Triptychons aus dem Mittelteil und zwei Seitenteilen des frühbarocken Hochaltars der Pfarrkirche St. Oswald gestaltet, der 1776 dem jetzigen Hochaltar weichen muss. Die Bildflügel zeigen mittig den Hl. Oswald mit den Heiligen Florian und Wolfgang, rechts den Hl. Georg mit dem Drachen, links den Hl. Sebastian.

Über dem Altar hängt das 50 cm hohe Holzrelief des Hl. Isidor von Madrid, im Volksmund als „Steirischer Herrgott“ bekannt.

Zu sehen ist ein schwarzbärtiger Mann, der sich dem Betrachter über eine Wolke mit einem Segensgestus zuneigt, in der anderen Hand hält er einen Heurechen. Nach der Kleidung zu schließen – lederne Kniebundhose, gefaltetes Hemd, offener langer Rock – entsteht das Hochrelief um die Mitte des 18. Jhd..

Der „gütige Mann im Steirergwand“ wird von den Einheimischen schon früh als Herrgott bezeichnet. Die Darstellung bezieht sich eigentlich auf den Hl.

Isidor welcher 1622 heiliggesprochen und zum Schutzpatron der Bauern erhoben wurde. In der Kapelle befinden sich außerdem zwei Tafeln mit Kreuzwegstationen aus dem 18. Jhd., gemalte Kopien des Gnadenbildes von Mariazell und des Passauer Mariahilf-Bildes. Zudem wird in der Kapelle ein Votivbild von Maria Schöder von 1765 aufbewahrt.

 

Dauer: 0,5 Stunden

Benediktinerstift

 

Die Abtei des Hl. Lambert im Walde

Der Steirische Herrgott befindet sich in der Fortnerkapelle in Unteretrach.

 

Stift St.Lambrecht mit Gruppe besuchenGeschichte

Das Stift St. Lambrecht liegt im obersteirisch-kärntnerischen Grenzgebiet und ist eines der bedeutendsten Benediktinerklöster Österreichs. Die erste urkundliche Nennung der „Kirche des Hl. Lambert im Walde“ ist um 1066 datiert. Vor 1076 erfolgt die Gründung des Benediktinerklosters und bereits 1096 berichtet die kaiserliche Bestätigungsurkunde von einer „Abtei“. Heute umfasst das Stift ein Ensemble mittelalterlicher Kirchen und barocker Klostergebäude, in denen sich Museen befinden.

Stiftskirche

Den Zugang zur Stiftskirche weist die wuchtige Doppelturmanlage am Nordende der Westfassade. Die Untergeschosse der Türme gehören zur 1160 eingeweihten romanischen Abteikirche. Die Kirche stürzt im 13. Jhd. nach einem Brand teilweise ein. Die heute gotische Abteikirche wird in fast 100 jähriger Bauzeit wieder errichtet.

Inneres

Die Stiftskirche ist 78 Meter lang, elf Pfeilerpaare tragen ein Kreuzrippengewölbe. An der Südwand befindet sich das freigelegte, romanische Seitenportal. Ebenfalls in der Südwand findet sich in einer Nische eine Statue des Hl. Lambert aus 1719. Die Kirchenwände zeigen unterschiedliche Fresken. Sehenswert ist ein Fastentuch (1470) über dem Eingang zur Sakristei, das 56 heilsgeschichtliche Szenen zeigt.

Der Hochaltar aus Stuckmarmor wird 1627 bei Valentin Khautt in Auftrag gegeben. Die an die Nordwand angebaute Kapelle birgt eine freie Nachbildung des Mariazeller Gnadenaltars und erinnert so an die Gründung des berühmten Wallfahrtsortes.

Die gotische Stiftskirche und der romanische Karner sind tagsüber geöffnet. Das Stiftsmuseum sowie die Peterskirche sind im Rahmen von Führungen zu besichtigen.

 

Dauer: ab 45 Min.

Aufbahrungshalle

 

 

Auf dem Weg von hier nach da

 

Aufbahrungshalle St. Egidi LaßnitzKonzeption

Die hölzerne Aufbahrungshalle befindet sich auf dem Friedhofsareal rund um die Kirche in St. Egidi. Das Gebäude stellt eine verglaste und offene Holzständerkonstruktion dar. Aufbahrungshallen sind überwiegend nach außen geschlossen erscheinende, nicht oder nur wenig einsehbare Gebäudehüllen, die nur für den Zeitraum vor der Bestattung verwendet werden. Hier jedoch werden bei Aufbahrung geraffte Leinenvorhänge an den Seitenwänden herabgelassen. Das Verhüllen des Raumes ist ein sichtbar werdendes Zeichen der Trauer. Während der übrigen Zeit ist die Aufbahrungsstätte als durchsichtiger Raum des Lichtes konzipiert, in dem Außen- und Innenraum miteinander verschmelzen.

Architektur

Die Materialien Lärchenholz und Glas bestimmen die Erscheinung dieser Totenhalle. Der Ständerbau ruht auf Holzschwellen die wiederum auf Betonsockeln liegen. Die Schwellen verstärken sich im Knotenbereich und werden zur Mitte hin schlanker. Auf den Holzstehern ruht das mit Lärchenschindeln gedeckte, mit einer zarten Stahlkonstruktion unterspannte Satteldach. Die Glashülle ist als eigene Ebene von der Konstruktion abgehoben und schwebt vor der tragenden Hülle.

Geplant und realisiert wird die Aufbahrungshalle 1995 vom gewerblichen Architekten BM Ing. Rudolf Paschek, für Holzbau und Holzausbau sind die Firmen Ferdinand Holweg und Josef Stolz verantwortlich. Die Aufbahrungshalle ist mit dem Geramb Dankzeichen und dem steirischen Holzbaupreis ausgezeichnet worden.

1996 Geramb Dankzeichen für gutes Bauen

1999 Steirischer Holzbaupreis

 

Dauer: 0,5 Stunden

Lorenzikirche

 

Die Jahrhunderte in der Dorfkirche

 

Lorenzikirche St. Georgen - Perfekte Tour ÖsterreichAllgemeines

Die Filialkirche zum Hl. Laurentius, kurz „Lorenzikirche“ findet man in St. Georgen ob Murau, genauer im Ortsteil St. Lorenzen. Die Kirche wird 1301 erstmals urkundlich erwähnt und ist ein einfachter romanischer Rechteckbau in dem noch zum Teil die originalen Rundbogenfenster erhalten sind.

 

Bau

Die äußere Erscheinung der Kirche ist von der Romantik geprägt. Im Inneren sticht die historische Holzbalkendecke hervor welche aus der Zeit um 1500 stammt. Die Bemalung, schwarz auf weißem Grund, zeigt kleinteilige Schablonenmuster in Form von aneinander gereihten Fischblasen und Vierpässen. Dazwischen befinden sich Balken mit rot-weiß-roten Mittelstreifen, über die Blattranken geschlungen sind. Auch der Stiegenaufgang zur Orgelempore ist durch Schablonenmalerei belebt.

Altar

Der hochbarocke, dreigeschoßige Altar zeigt den Hl. Laurentius, ist aus Holz gefertigt, schwarz gestrichen und mit Ornamenten vergoldet. Altar und Statuen der Heiligen Ulrich, Jakobus, Margaretha und Barbara werden im Jahr 1709 vom Admonter Bildhauer Martin Neyberg geliefert. Die Figur des Hl. Laurentius ist aus Lindenholz mit barocker Fassung gefertigt und entsteht um 1500. Weiters sind die hölzernen Betbänke aus dem 18. Jhd. und der (wahrscheinlich) älteste Beichtstuhl in den Alpen sehenswert.

Es handelt sich hierbei um volkstümliche Arbeiten. Die beiden Seitenaltäre sind den Heiligen Ägydius und Leonhard gewidmet.

 

Dauer: 0,5 Stunden

Cäciliakirche

 

Fresken zeigen die Beweinung Christi

 

Cäciliakirche besichtigen mit MurauBotschafterInnenLage

Einsam und oberhalb der Mur, im Ortsteil Bodendorf von St. Georgen ob Murau, liegt dieser einfache, etwas gedrungende Kirchenbau. Er besteht aus einem rechteckigen Langhaus mit Satteldach und Dachreiter sowie einem ostseitigen Chor.

Holzbalkendecke

Das Kirchenschiff ist mit einer zweiteiligen Holzbalkendecke gedeckt. Die Balken sind jeweils durch aufgelegte Zwischenstege miteinander verbunden. Eine Bemalung zeigt schwarze Schablonenmalerei auf weißem Grund mit Stegen auf weißem und hellgrünem Grund. Auf jeder sechsten Balkenlage ist auf gelbem Grund ein rötlicher Stab und grünes Blattwerk aufgemalt, verziert mit Rosetten. Da die weiße Farbe verblasst ist, wirkt der Deckengrund leicht rosa. Die Decke ist in der Zeit um 1500 entstanden.

Besonderheiten

Ein hölzerner Orgelemporenbau auf zwei Pfosten befindet sich im westlichen Teil der Kirche. Die Orgelempore stammt ebenfalls aus der Zeit um 1500 und ist ähnlich verziert. Der hochbarocke, dreigeschossige Säulenaltar ist reich verziert. Seine Seitenteile und der Aufsatz sind malerisch durchbrochen, typisch für die Judenburger Schule.

Fresken

Die Fresken befinden sich außen an der Süd- und Nordwand des westlichen Chorjoches und an der Nordwand des Langhauses. Sie zeigen unter anderem die Beweinung Christi. Die Fresken stammen vermutlich aus der zweiten Hälfte des 14. Jhd.. Im Inneren der Kirche finden sich Fresken im Chor, an den Triumphbogenwänden und an der südlichen Langhauswand.

 

Dauer: 1,5 Stunden

Pfarrkirche Predlitz

 

Das Gotteshaus der Märtyrer

 

Prarrkirche Predlitz geführte Tour Besichtigung MurauGeschichte

Das Kirchlein liegt südwestlich des Dorfes auf einer kleinen Anhöhe und wurde 1331 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Geweiht ist sie, den vor allem bei den Slawen verehrten Märtyrern, Primus und Felizianus. Die Wahl des seltenen Patroziniums lässt den begründeten Schluss auf eine frühere Entstehung des Gotteshauses zu, das sogar noch eine vorromanische Vorläuferin gehabt haben könnte.

Holzkassettendecke

Der romanische Rechteckbau wird in der Zeit des Barock vergrößert. Die bemerkenswerte Holzkassettendecke entstammt dem frühen 16. Jhd.. In den östlichen zwei Dritteln des Langhauses besitzt die Holzdecke bemalte, im westlichen Drittel unbemalte und größer gestaltete Kassettengliederungen. Der bemalte Teil wird aus insgesamt 234 Feldern gebildet. Die Zwischenstege sind mit grauen Schrägstreifen verziert, die Felder mit Schablonenmalerei in den Farben weiß, hellgrün, ocker, rosa, blau, braun, rot und schwarz. Die Farben sind unmittelbar auf dem Holzgrund aufgetragen. Jedes Feld ist in eine breite, gemusterte Rahmenleiste und in ein nahezu quadratisches Innenfeld geteilt. Beide unterscheiden sich durch stark kontrastierende Farbgebung. Der westliche, erneuerte Teil der Decke zeigt originelle Hutaufhänger aus Aststücken.

Besonderheiten

In den Fenstern unter der Orgelempore sind Reste der originalen Butzenscheiben in Zinnfassung zu sehen. Im südlichen Fenster findet man ein weißer Schild mit aufgemaltem Bergwerkszeichen, außerdem eine große Darstellung der vier Evangelisten mit Inschrift. Ebenfalls sehenswert ist die Darstellung der Hl. Dreifaltigkeit im rechten Seitenaltar, der Pestaltar, die frühbarocke Kanzel sowie Bilder aus dem 17. und 18. Jhd…

 

Dauer: 1 Stunde

Kapuzinerkirche

 

Die Kirche der Schwarzenberger

 

Kapuzinerkirche MurauGeschichte

Im Zuge der Gegenreformation werden Kapuzinermönche nach Murau entsandt. 1645 veranlasst Georg Ludwig Graf zu Schwarenzberg die Grundsteinlegung für den Kloster- und Kirchenbau. 1974 geht die Kapuzinerkirche mit bischöflichem Dekret vom Haus Schwarzenberg an die Diözese über und wird als Filialkirche der Pfarre Murau zugeteilt.

Kirche

Die Kapuzinerkirche ist der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Der Hochaltar wird 1721 vom örtlichen Tischlermeister Christian Drinkher gefertigt. Das Bild zeigt die Dreifaltigkeit mit den Heiligen Franziskus, Clara und Ignatius und stammt von Gregor Lederwasch aus Tamsweg.

Kapellen

Im Westen schließen sich zwei Seitenkapellen an. Die Loretokapelle wird 1679 auf Wunsch von Johann Adolf Fürst zu Schwarzenberg errichtet. In dieser Kapelle befindte sich das 1681 eingelangte Gnadenbild, eine vermutlich aus Lindenholz gefertigte schwarze Madonna. Unter der Kapelle sind in einer Gruft der Stifter Georg Ludwig Graf zu Schwarzenberg, seine zweite Gemahling Elisabeth Gräfin zu Sulz und seit 1873 auch seine erste Frau Anna Neumann, „die Herrin von Murau“ beigesetzt. Die Gruft der Mönche des Kapuzinerordens befindet sich unter der Michaelskapelle. Im Klostergarten wird 1950 eine neue Schwarzenberg´sche Familiengruft errichtet.

Das in der Blütezeit von 20 Mönchen bewohnte und 1968 aufgelöste Kloster ist an die Kirche angebaut. Seit 1975 ist hier das Murauer Stadtwerksmuseum untergebracht.

 

Dauer: 0,5 Stunden

St. Leonhardkirche

 

Gut erhaltener, spätgotischer Bau

 

Leonhardikirche MurauAllgemeines

Die südlich von Murau an einem steilen Hang erbaute Kirche erinnert in vielen Details an die Legende des Hl. Leonhard von Noblac. Sei es das gesamte Gotteshaus umlaufende Kaffgesims, die Fratzenköpfe am äußeren Chor, welche durch das Band aus der Kirche verbannt sind oder der Kirchenstandort über der Kreuzung von Nord-Süd- bzw. West-Ost-Handelsstraßen.

Bau

Sowohl Baubeginn als auch Stiftungsgrund und Bauablauf sind in mehreren Varianten überliefert. Belegt sind Wallfahrten zur „Leonhardikirche“ aus dem Jahr 1439. 1450 wird die Kirche in einem Ablassbrief genannt.

Die Kirche ist ein spätgotischer Bau mit Langchor und aufgesetztem Dachreiter. Man findet Bruchsteinmauerwerk, Netzrippengewölbe, Strebepfeiler und die Orgelempore aus gelbem Sandstein. Der Grundriss ist ein zweieinhalbjochiger Rechteckraum mit leicht eingezogenem Chro und 3/8 Schluss. Unter den Fenstern an der Außenwand umläuft ein mehrfach gestuftes Kaffgesims das Gebäude. An der Westwand ist ursprünglich ein vierteiliges Fenster mit Maßwerk zu sehen gewesen. Dieses wird aber vermutlich im 19. Jhd. nach einem Sturmschaden zugemauert.

Figuren

Von den ehemaligen gotischen Altären existieren noch drei Figuren am Hochaltar: Links der Hl. Georg als Drachentöter, danaben der Hl. Florian mit Wasserschaff und rechts der Hl. Eustachius mit Rüstung und Lanze. Die Darstellung in mittelalterlicher Rüstung ist ebenso bemerkenswert wie der lächelnde Gesichtsausdruck des Hl. Georg.

Zwei Figuren aus der St. Leonhardkirche befinden sich in der Alten Galerie am Landesmuseum Joanneum. Alle Figuren entstammen aus der jüngeren Villacher Werkstätte, entstanden um 1520. Sie bestehen aus Linden- oder Zirbenholz und sind farblich gestaltet.

 

Dauer: 1 Stunde

Lachtalkapelle

 

Architektonisches Kleinod

 

Lachtalkapelle Schönberg-LachtalBau

Errichtet wird das kleine Gotteshaus auf gemeinsamen Wunsch der Pfarre, der Bewohner und der ansässigen Betriebe, um auch im Lachtal eine Andachtsstätte zu haben.

Die elf Meter hohe Lachtalkapelle ist ein gutes Beispiel für die vielfältigen Konstruktionsmöglichkeiten, die der Rohstoff Holz im zeitgemäßen Bau bietet. Die Lachtalkapelle wurde 1980 kostenlos vom Badener Architekten DI Herbert Ortner (gest. 2008) geplant. Für den Bau ist die Zimmerei Günter Hirner aus Oberwölz verantwortlich.

Die Fundamente aus Beton reichen bis in frostfreie Tiefe, die tragenden Wände sind gerundet und bestehen aus nur 15 Zentimeter starkem Fichten-Leimschichtholz.

Die ungewöhnliche Dachstuhlkonstruktion besteht aus einer sichtbaren „Zimmermanns-Konstruktion“, darauf eine Holzschalung mit Pappe und grauer Eternitschindeldeckung. Das Dach wird von einer frei schwebenden, ovalen Mittelpfette gestützt. Zwischen den Holzwänden befinden sich rahmenlose Verglasungen, die den Blick auf die umliegende Bergwelt freigeben. Der Boden ist mit Natursteinplatten verkleidet. Ein Relief der Heiligen Anna, Maria und dem Jesuskind, eine sogenannte „Anna-Selbdritt-Gruppe“ entstammt der Werkstatt des Holzkünstlers Hans Leitner und wurden von den Lachtal Liften gespendet.

 

Dauer: 0,5 Stunden

Hubertuskapelle

Hubertuskapelle Winklern

Die Hubertuskapelle wird 1991 vom Steirischen Jagdschutzverein am Golli-Pichl errichtet. Der Glockenturm und der überdachte Vorplatz, wie auch die Säulen sind aus in der Region gewachsenen, gebogenen Zirben gezimmert. Das Dach ist mir Lärchenschindeln gedeckt.

Dauer: 0,5 Stunden

Leutgebkapelle

Leutgebkapelle Laßnitz

Diese Kapelle aus dem Jahr 1838 wird nach einer überstandenen Pestepidemie errichtet. Der Fichtenbau steht im Auwinkel, Richtung Metnitz. Das sehenswerte Altarbild stellt die Krönung Marias dar.

 

Dauer: 0,5 Stunden

St. Annakirche

Annakirche Murau

Die gotische Filialkirche wird um 1400 zur Erinnerung an einen Hostiendiebstahl erbaut – an jener Stelle, wo man die heiligen Hostien wieder findet.  Bemerkenswert ist die aus dem 15. Jahrhundert stammende und aus Lindenholz gefertigte gotische „Anna Selbdrittgruppe“ im barocken Altar. Eine weitere Besonderheit der Kirche ist der qualitätsvolle Glasfensterschmuck aus 1410, der die Chorschlussfenster ziert.

 

Dauer: 0,5 Stunden

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