Holz und Wirtschaft

Auf dieser Seite findest du interessante Auflugsziele für deine Gruppe im Bezirk Murau zum Thema Holz kombiniert mit Wirtschaft. Wir freuen uns auf deine Anfrage und planen mit dir gerne gemeinsam deine Tour oder Besichtigung.

KLH

 

Holzplatten für Europa

 

KLH Frojach-KatschUnternehmen

Die in Katsch ansässige KLH Massivholz GmbH ist Hersteller von großformatigen Brettsperrholzelementen, die als konstruktive Wand-, Decken- und Dachelemente eingesetzt werden. Die Produktion wird im Jahr 1999 eröffnet und seitdem kontinuierlich ausgebaut. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen rund 130 Mitarbeiter und produziert jährlich an die 80.000 m² Massivholzplatten. Das Dienstleistungsangebot reicht von der technischen und statischen Beratung über die Entwicklung von projektspezifischen Details bis hin zu Produktion passgenauer Elemente.

Kreuzlagenholz

KLH besteht aus kreuzweise übereinander gestapelten Holzelementen, die unter hohem Pressdruck zu großformatigen Massivholzelementen verleimt werden. Durch die kreuzweise Anordnung der Längs- und Querlamellen wird das Quellen und Schwinden des Holzes in der Plattenebene auf ein Minimus reduziert und die statische Belastbarkeit sowie die Formstabilität erhöht. Um Schädlings- und Insektenbefall auszuschließen, wird für die Produktion technisch getrocknetes Holz verwendet. Der Zuschnitt im Werk erfolgt mittels modernster CNC-Technologie. Die fertig zugeschnittenen Elemente werden auf die Baustelle geliefert und dort in kürzest möglicher Bauzeit montiert.

Anwendung

Die Anwendung von Brettsperrholz hat den Holzbau revolutioniert, da der gesetzlich mögliche Einsatz von Holz im Bauwesen erweitert werden konnte.

Führungen nur im Rahmen von Holzwelttouren für angemeldete Gruppen möglich.

Dauer: 1 Stunde

Holzbau und Abbundzentrum Hansmann Oberwölz

 

Kleine Firma mit großer Technik

 

Zimmerei HansmannUnternehmen

Im Juni 2011 acht sich Reinhard Hansmann mit seinem Unternehmen selbstständig. Die Produktpalette reicht vom Fertighaus über den Dachstuhl bis hin zu Garagen, Wirtschaftsgebäuden, Balkonen und Carports aus Holz. Die Kunden sind zum großen Teil Landwirte und private Bauherren.

Holz

Das verarbeitete Holz stammt von regionalen Lieferanten. Der Kunde kann die geschnittene Ware entweder selbst zur Verfügung stellen, oder der Rohstoff wird von Sägewerken im Umkreis von max. 50 Kilometer bezogen. Auch das Brettschichtholz stammt von regionalen Unternehmen. Pro Jahr werden rund 1.500 Festmeter Holz verarbeitet.

Produktion

Jedes Projekt beginnt auf der Baustelle, wo die Naturmaße aufgenommen werden. Auf dieser Grundlage wird von Technikern ein Werksplan erstellt und die statische Berechnung durchgeführt. Aufträge werden elektronisch erfasst, in das Maschinenbauprogramm eingespielt und an die Abbundanlage übermittelt. Ergebnis sind passgenaue Einzelteile, die entweder zur Baustelle transportiert oder in der eigenen Fertigteilproduktion weiter verarbeitet werden.

Maschine

Das Kernstück des Abbundzentrums ist eine Hundegger K2i Abbundmaschine. Sie dient der Massivholzverarbeitung und dem wirtschaftlichen Abbinden, also Zuschneiden von Bauholz.

Führungen nur im Rahmen von Holzwelttouren für angemeldete Gruppen möglich.

Dauer: 1 Stunde

Tischlerei Griessner

 

Immer auf der richtigen Welle

 

Tischlerei Griessner NeumarktUnternehmen

Silverius Griessner gründet mit 23 Jahren einen Handwerksbetrieb in der Holzwelt Murau. Die Spezialisierung auf den Möbelbau wird in den 1990er Jahren durch den Entwurf einer Möbelkollektion ausgebaut. 1999 eröffnet das Ausstellungshaus am Firmenstandort in Neumarkt. Das Holz bezieht Griessner direkt von Bauern aus der Region sowie von Holzlieferanten aus ganz Österreich. Produziert werden sowohl „klassische“ Tischlerprodukte als auch innovative Eigenkreationen.

 

Möbelkollektion

In Zusammenarbeit mit Architekten entwirft Griessner eine Kollektion an Möbeln. Es entstehen zum Beispiel die Murauer Truhe (eine Weiterentwicklung der traditionellen Hochzeitstruhe), der puristisch-dynamisch geformte Murauer Sessel und das Eva-Möbel-Programm. Darüber hinaus werden regionaltypische Möbel fachgerecht restauriert und denkmalgeschützte Bauten revitalisiert.

Wellenschnitt

Mittels einer patentierten Technik werden aus Baumstämmen wellenförmige Sortimente geschnitten. Das wichtigste Produkt ist die Wellenfassade, die mit optimalem Schutz vor Kälte und Hitze überzeugt.

Besonderheiten

Der Tischlerei entstammt das größte Holz-Intarsien-Bild der Nachkriegsgeschichte. Für das fünf mal vier Meter große Bild sind zehn verschiedene Holzfurniere zu einer Landschaftskulisse verarbeitet worden. Das Intarsienbild mit dem Thema „Weltfrieden“ ziert die Bibliothek eines Kunden aus dem Allgäu.

Führungen nur im Rahmen von Holzwelttouren für angemeldete Gruppen möglich.

Dauer: 45 Min.

Stolz Möbel

 

Individuelle Lösungen mit Innovation

 

Tischlerie Stolz St.GeorgenUnternehmen

Die Tischlerei Stolz wird 1952 auf einer Grundfläche von nur 35 m² gegründet. Heute arbeiten vier Tischlermeister, 17 Gesellen, sechs Lehrlinge, fünf Bodenverleger und ein Tapezierer auf 4.500 m². Zudem gibt es zwei Möbelstudios in Murau und Tamsweg, gesamt sind 50 Mitarbeiter beschäftigt. Im Unternehmen gibt es drei Geschäftsbereiche: Die Möbelhäuser, die Bodenverlegung und die Tischlerei, man ist Komplettausstatter vom Rohbau bis zur Inneneinrichtung. Kompetenz besitzt das Unternehmen auch im Bereich Akustik und Schallmessung. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit Forschungseinrichtungen, zum Beispiel beim Bau von Prototypen. Dabei arbeitet das Unternehmen eng mit Partnerbetrieben zusammen. Die Tischlerei Stolz setzt Großaufträge wie öffentliche Bauten und Hotelbauten schnell und flexibel um. Auch im Bereich „Gesund und Vital“, in der Ausstattung von Ordinationen, Krankenhäusern und Pflegeheimen ist die Tischlerei Ansprechpartner.

Holz

Massivholz von Fichte, Lärche und Zirbe wird zu 90% von Bauern und Sägewerken aus der Region, Laubholz von Zulieferern aus ganz Österreich bezogen. Auch Trägerplatten und Spanplatten werden verarbeitet.

Angebot

Die Stärken des Betriebes liegen in der flexiblen Planung und individuellen Kundenbetreuung. Modern ausgestattete Werkstätten und fachlich qualifizierte Mitarbeiter sorgen für Qualität in allen Geschäftsbereichen, wie der Innen- und Außenbeschattung, Möbeltapezierung, Teppich- und Parkettverlegung, Möbel- und Fassadengestaltung.

Führungen nur im Rahmen von Holzwelttouren für angemeldete Gruppen möglich.

Dauer: 1 Stunde

Klausnerbergsäge

Einschnitt am Eingang ins Rantental

Klausnerbergsäge KrakauhintermühlenGeschichte

Die Klausnerbergsäge, erbaut 1923 bis 1925, befindet sich in Krakauhintermühlen, am Eingang ins Rantental. Bevor die Sägetechnik zum Einsatz kam, musste das Bauholz gehackt werden. Dafür wird entlang des Stammes eine Schnur gespannt, um kantiges Holz zu hacken. Auch Dachlatten sind mittels dieser mühsamen Handarbeit gefertigt worden, die Produktion von Brettern ist nahezu unmöglich. Mit Beginn der Sägetechnik wird die Verarbeitung des Holzes effizienter und schneller. Die bäuerliche Sägegenossenschaft hat zwei Vorteile: Zum einen sind Bau und Betrieb der Säge für einen Einzelnen nicht leistbar, zum anderen wird die Arbeit geteilt. Heute hat die Genossenschaft Klausnerbergsäge 75 Mitglieder, die ausschließlich Bauholz für den Eigenbedarf schneiden.

Technik

Das erste Gatter, das bei der Klausnerbergsäge zum Einsatz kommt, ist ein Venezianergatter, angetrieben mit Wasser. Es wird 1967 durch ein elektrisch betriebenes Seitengatter ersetzt. 1982 wird ein Vollgatter in Betrieb genommen, das bis heute im Einsatz ist.

Besonderheiten

Bis zu 14 Meter lange Stämme mit 70 Zentimeter Durchmesser können verarbeitet werden.

Biomassegemeinschaft

Seit wenigen Jahren gibt es die Biomassegemeinschaft Krakau. Das Gemeinschaftslager befindet sich direkt neben der Klausnerbergsäge.

Führungen sind gegen Voranmeldung möglich. Während den steirischen Sommerferien findet jeden Dienstag um 14 Uhr das Sägefest mit verschiedenen Aktivitäten statt.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Abbundhalle und Berufsschule

Abbundhalle Berufsschule Murau - BildungBerufsschule mit Staatspreis

Ein „pädagogisches Bauwerk“ ist die Abbundhalle der Landesberufsschule Murau für Zimmerer.

Intention
Die Abbundhalle der Berufsschule für Zimmerer in Murau wird 1992 von DI Ernst Giselbrecht, dem Sieger eines Architekturwettbewerbes, realisiert. Holz ist nicht nur das dominierende Material, sondern auch der Werkstoff, mit dem Zimmerer der Berufsschule täglich arbeiten. Die Abbundhalle soll den Lehrinhalt verkörpern und als Vorbild dienen. Als „pädagogisches Bauwerk“ vermittelt sie den Lehrlingen das Gefühl, das Gebäude mit präziser Arbeit auch selber bauen zu können. Das Tragwerk führt schulmäßig vor, wie man aus Stäben Fachwerkträger entwickelt und diese durch Zangen zu einem räumlichen System verbindet.

Architektur
Das Staatspreis-Objekt besteht aus zwei hölzernen Baukörpern aus Lärche kombiniert mit Stahl, Beton und Glas. Durchlaufen wird die Halle von einem 40 Meter-Träger, der beidseitig etwa vier Meter hinausragt. Die Dachkonstruktion besteht aus verglastem Fachwerk, in Knotenpunkten sind Zug- und Druckverhältnisse ablesbar. Die kräftige Dimensionierung des Fachwerks ist für den Brandschutz optimal.

Halle
Die 38 Meter lange Halle ist in drei Teile gegliedert: Im westlichen Teil befindet sich die Großwerkstätte, in dem auch die Abbundanlage aufgestellt ist. Im mittleren Teil ist das Holzlager untergebracht, im östlichen der Maschinenraum, der alle wesentlichen Holzbearbeitungsgeräte beherbergt. Der niedrige Schulungsteil ist der Halle vorgelagert.

Auszeichnung
Staatspreis für Gewerbe- und Industriebauten (Sonderpreis)
Geramb Dankzeichen für gutes Bauen

Forstwirtschaft Knapp

Wie sich der Wald gut regeneriert

 

Bauernhof Knapp RineggGeschichte

Der Bergbauernhof der Familie Knapp in Rinegg wird seit 1978 biologisch geführt – eine Pionierleistung in der Steiermark. Heute führen Johannes und Klement Knapp den Hof, der im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. 130 Hektar Wald und 40 Hektar landwirtschaftliche Fläche gehören zum Bauernhof.

Betrieb

Der Holz- und Energiebauernhof ist ein Vorzeigebetrieb für die natürliche Bewirtschaftung von Wald und Hof. In der Waldwirtschaft setzen die Knapps auf eine Kombination aus Rund- und Energieholzverkauf. 500 Schüttraummeter Qualitätshackgut und 150 Raummeter Scheitholz verlassen den Hof pro Jahr, was umgerechnet einer Energiemenge von 50.000 Litern Heizöl entspricht. Außerdem werden Lärchenstipfel und Hecken, die für die Fertigung von Zäunen benötigt werden, sowie Lärchen-Dachrinnen verkauft.

Philosophie

Grundgedanke ist eine naturnahe Bewirtschaftung des Betriebes. Im Wald setzt man auf kahlschlaglose Nutzung, das Holz wird so schonend wie möglich aus dem Bestand transportiert, um Wurzel- und Stammbeschädigungen zu vermeiden. Der entstandene Freiraum durch die entnommenen Bäume sorgt für mehr Licht, eine ideale Voraussetzung für Jungbäume. Es entfällt die Arbeit für das Aufforsten und die Jungwuchspflege, der Wald regeneriert sich von selbst. Der natürliche Bestand ist gegen Wind, Erosion und Schneedruck widerstandsfähiger.

Führungen nur im Rahmen von Holzwelttouren für vorangemeldete Gruppen möglich. 2007 Staatspreis für beispielhafte Forstwirtschaft

Dauer: 1,5 Stunden

 

Holzinnovationszentrum

 

Wirtschaft und Wissenschaft

 

HIZ ZeltwegHintergrund

Um Betriebe der Holz- und Forstwirtschaft in die Region zu holen, haben sich zehn Gemeinden im Bezirk Murtal 2001 zusammengeschlossen und das HIZ gegründet. Ziel ist es, durch Innovation, Förderung und Vernetzung die Wertschöpfung der Holzwirtschaft zu erhalten und auszubauen. Angeboten werden neben Betriebs- und Büroflächen auch die Infrastruktur für moderne Produktionen, neue Holz-Anwendungsgebiete und hochtechnologische Forschungs- und Entwicklungsarbeit.

Betriebe

Seit 2003 werden hier die Pellets der Johann Pabst Holzindustrie GmbH produziert, seit 2005 auch das Brettschichtholz. 2006 wird mit dem Bau des Impulszentrums begonnen, insgesamt haben sich bisher acht Unternehmen am HIZ Standort angesiedelt.

Engineering Center Wood

2007 erfolgt der Bau des Engineering Center Wood (ECW), einer Prototypenwerkstatt. Hier können Unternehmen Erstversuche maschinell umsetzen, ohne dabei das Kerngeschäft zu gefährden.

Netzwerk

Die 2001 gegründete Holzcluster Steiermark GmbH zählt 150 Mitglieder und fungiert als Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ziel ist die Forcierung einer wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstruktur in der Holzbranche. ProHolz ist Plattform und Netzwerk der Forst- und Holzwirtschaft sowie der Papier- und Zellstoffindustrie.

Führungen nur im Rahmen von Holzwelttouren für angemeldete Gruppen möglich.

Dauer: 1 Stunde

 

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