Das Klaunzner Loch

Das Klaunzner Loch bei St.Georgen ist eines von den vielen Höllentoren, die in die Unterwelt hinabführen. Als eines Tages zwei harmlose Wanderburschen an dem Loch vorbeigingen fuhren plötzlich mehrere Teufel  heraus und schleppten die erschrockenen Burschen in die Höhle hinein. Dort wurden sie längere Zeit festgehalten aber schließlich doch freigelassen, ohne dass sie später wussten, was die Teufel mit ihnen gemacht hatten.
Als ein rauflustiger Knecht dies erfuhr, wollte er seinen Mut beweisen, lief vor das Höllentor und schrie mit lauter Stimme: „Höllenbrut, elendige! Wer Schneid hat, soll herauskommen und mit mir anbinden!“ – Kaum hatte er die Worte gesprochen, da fuhren auch schon die Höllenteufel mit greulichen Getöse aus dem Loch heraus. Beim Anblick der fürchterlichen Gestalten sank dem Burschen das Herz in die Hose und er nahm schleunigst Reisaus. Zum Glück erreichte er noch rechtzeitig ein nahes Bauernhaus. Er griff schnell nach dem Weihbrunnkessel bei der Tür und besprengte sich selbst und die anstürmenden Teufel mit dem heiligen Wasser. Da mussten diese die Flucht ergreifen. Von nun an mied der Bursche das Klaunzner Loch und wurde ein braver, fleißiger Kirchgänger!

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