„Bau trifft Architektur“ in Murau

Wenn du dich für interessante Architektur in Kombination mit Holz interessierst, sind diese Tour-Bestandteile genau das richtige für dich. Wir freuen uns auf deine Anfrage und planen mit dir gerne gemeinsam deine Tour oder Besichtigung.

Holzeuropabrücke

 

Das Schwergewicht über der Mur

 

Holzeuropabrücke St. GeorgenVision

„Die Notwendigkeit hat die Vision wahr gemacht.“ Die Tragkraft der alten Murbrücke lässt Anfang der 1990er Jahre nach, ein Neubau ist nötig. Die Gemeindeverantwortlichen wollen eine Holzbrücke, die den heimischen Baustoff aufwertet und ein sichtbares Zeichen setzt.

Planung

Die Straßenbrücke, damals eine Domäne der Betonindustrie, als Holzkonstruktion auszuführen bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Mit der Planung und Umsetzung der „Wennerbrücke“ ist die Abteilung für Holzbau der TU Graz verantwortlich. Dank dem Einsatz der Planer Univ. Prof. DI Dr. Richard Pischl, Univ.-Doz. DI Dr. Gerhard Schickhofer, Ing. Karl Angerer, Ing. Helmut Stingl und DI Dr. Siegfried Koller wird die Brücke zum Impulsprojekt und leitet die Renaissance der Holzbrücken ein. Gebaut wird die Brücke von der Kulmer Holzleimbau GmbH.

Bau

Die Holzeuropabrücke überspannt die Mur in einem 25 m tiefen Taleinschnitt. Haupttrag- und Gestaltungselement sind die parabelförmig ausgebildeten Dreigelenkbögen mit einer Bogensehne von 45 Metern und einem Bogenstich von 12,5 Metern. Darüber sind die vierteiligen Längshauptträger aufgeständert, sie ergeben die Brückengesamtlänge von 85 Metern. Die Hauptkonstruktionsteile werden teilabgebundgen zum Montageplatz neben der Mur geliefert.

Details

Insges. werden 400 m³ splintfreies Lärchenholz verbaut, die eine Tragfähigkeit von 60 Tonnen gewährleisten. Rund drei Millionen Euro sind in das Projekt investiert worden. Eine Nutzungsdauer von 80 Jahren ist realistisch.

1993 Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen

Dauer: 45 Min.

Murradweg-Steg Stadl an der Mur

 

Ein Bogen aus Holz als Statement

 

Mursteg StadlAllgemeines

Im Vorfeld der Landesausstellung in Murau wird der Mursteg, eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen den zwei Ortsteilen von Stadl an der Mur errichtet. Die Brücke wird 1995 eröffnet, ist Teil des Murradweges und verläuft parallel zur Bundesstraße. Insgesamt besteht der Mursteg aus 87 m³ Schnittholz, die Kosten belaufen sich auf rund 123.000 Euro. Der Mursteg ist eine weitere Möglichkeit zur Demonstration der Anpassungs- und Leistungsfähigkeit von Holz.

Architektur

Bei der Brücke handelt es sich um eine einfeldrig gelagerte Fuß- und Radwegbrücke. Zwei neun Meter hohe, parabelförmige Bögen aus Lärchenbrettschichtholz überspannen den Flussraum über 44,5 Meter und sind aus der Vertikalen um 10° zueinander geneigt sowie mit Druck- und Zugdiagonalen horizontal ausgesteift. Der Bogen ist ein bewährtes Tragsystem und fügt sich nahtlos in das Ortsbild ein. Die Fahrbahnplatte ist mittels Stahlhänger und Brettschichtholzquerträger von den Bögen abgehängt.

Zum Schutz vor Witterungseinflüssen sind die Bögen mit Lärchenbrettern bzw. mit Kupferblech abgedeckt. Durch diesen konstruktiven Holzschutz kann man ein langlebiges Tragwerk bei niedrigen Unterhaltskosten garantieren.

Dauer: 0,5 Stunden

Mursteg St. Ruprecht Falkendorf

 

Von der Murtalbahn ins Holzmuseum

 

Mursteg St. RuprechtVorgeschichte

Der Mursteg ist das Ergebnis eines 1994 gestarteten Wettbewerbs der Abteilung für Holzbau an der TU Graz. Ziel ist eine Anbindung des Dorfes an den Murradweg „R2“ sowie eine Einbindung des Bahnsteigbereiches in Form eines Verbindungssteges und einer Bahnsteigüberdachung.
Das Siegerprojekt wird von Bettina Richter und DI Peter Mandl entworfen, kann aber nicht realisiert werden, da einer überdachten Konstruktion der Vorzug gegeben wird. Letztlich wurde auf die aufwendige Einbindung des Bahnsteigbereiches verzichtet.

 

Architektur

Der Steg ist 2,5 m breit und hat eine freie Spannweite von 40 m. Die Fachwerkkonstruktion besteht aus Lärchen-Brettschichtholz, der Fahrbahnbelag aus 50 mm dicken, druckimprägnierten und feuchtigkeitsbeständigen Lärchenpfosten. Durch die Verspannung mit filigranen Stahlstäben wird eine selbsttragende Kastenform erreicht. Vor Witterungseinflüssen geschützt wird das Tragwerk von einer bruchsicheren, gläsernen Überdachung. Zudem wird mit dem Geländer einer Bewitterung (Schlagregen) des Untergurtbereiches und des Gehweges entgegengewirkt.

Dauer: 0,5 Stunden

Holzweltbüro

 

Frei, wie Urlaubstage sein sollen

 

Busfotos Busreise MurauKonzept

Das Informationszentrum der Holzwelt befindet sich in einem aussergewöhnlichen Holzgebäude.
Die Stadtgemeinde Murau errichtet 2002 nach den Plänen des gewerblichen Architekten BM Ing. Rudolf Paschek das symbolträchtige Holzweltbüro.
Das Gebäude will in seiner kühnen Architektur den Schwerpunkt Holz im Bezirk unterstreichen, elegante Leichtigkeit und bodenständige Festigkeit werden im Entwurf vereint.

Konstruktion

Die Konstruktion ragt über die Böschung des ursprünglichen Rantenbachverlaufs hinaus. Eine Tragkonstruktion aus KLH-Platten ermöglicht es, das Büro in den freien Raum zu stellen. Die dreiecksförmige Außenwand liegt einerseits auf dem Keller auf und wird andererseits von geschöpsten Lärchenrundholzstämmen getragen. Etwa die Hälfte des Gebäudes ragt so über den Keller in den Böschungsbereich hinaus.
Die Verwendung des Rohstoffes Holz sorgt für ein angenehmes Raumklima, zudem bieten die Büroräume eine imposante Aussicht auf die historische Altstadt.
Der vorgelagerte Eingangsbereich, eine Holz-Glaskonstruktion, sorgt für einen ersten Holz-Eindruck, der sich in den Büroräumen wiederholt.
Ein überdachter Revisionsgang ermöglicht Instandhaltungsarbeiten und dient dem Sonnen- und Witterungsschutz des Gebäudes. Der Bau kostet insges. rund 330.000 Euro.

Dauer: 45 Min.

Brauerei Logistikzentrum

 

In Holz lagert sich Bier besser

 

Brauerei LogistikzentrumHalle

Architektonisch besteht die Halle im Wesentlichen aus drei Teilen: Den zwei Seitenhallen mit leicht geneigtem Satteldach sowie dem dazwischenliegenden Be- und Entladebereich mit Flachdachausführung.
Die Halle misst 15×60 Meter im Mittelschiff und 20×60 Meter in den Seitenschiffen. Für die gesamte Konstruktion werden 6.000 m²  KLH-Massivholzplatten verwendet. In den Stützen und Bindern sind 185 m³ Leimholz verarbeitet.

Architektur

Statisch gesehen ist das Gebäude ein Pendelstützensystem, das mit KLH Massivholzplatten ausgesteift ist. Ab der Oberkante des Fundaments bzw. den Frostschürzen ist das Bauwerk zum überwiegenden Teil aus Holz gefertigt. Da die verwendeten Holzplatten möglichst großformatig eingesetzt worden sind, ist die Montage schnell und wirtschaftlich erfolgt.

Dach und Inneres

Durch das Halleninnere zieht sich eine volle massive Holzfläche, an der die Entlüftungsrohre und Heizungsanlagen ohne zusätzliche Konstruktion befestigt sind. Die Dachfläche besteht aus dreischichtigen Kreuzlagenholz-Elementen mit 90 bzw. 98 mm Stärke. Der weitere Aufbau besteht aus einer Aufdachdämmung und einem mechanisch befestigten Foliendach.

Details

Bauträger ist die Erste Obermurtaler Brauereigenossenschaft, die Planung stammt von DI Franz Landl aus Judenburg, für die Ausführung ist der Murauer Bau- und Zimmermeister DI Ferdinand Holweg verantwortlich.
Die Halle wird als zentrales Logistikzentrum von „Murauer Bier“ genutzt. Der Holzbau hat sich als kostengünstiger als die Beton-Variante erwiesen, zudem stammen die Baumaterialien fast ausschließlich aus der Region. Auch die am Bau beteiligten Firmen sind aus Murau und dem Murtal. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf 1,89 Mio. Euro.

Dauer: 0,5 Stunden

Rathaus Murau

 

Rathaus MurauGeschichte

Der Sitz des Bürgermeisters befindet sich in dem Liechtenstein’schen Haus „Am Hof“, von dem es seit dem Mittelalter Aufzeichnungen gibt. Bis 1578 ist das Gebäude als Rathaus unter Verwendung, ehe es bei einem Brand den Flammen zum Opfer fällt und verkauft wird. Von 1775 bis in die 1990er Jahre ist das Haus in Besitz von Bäckern, wovon heute noch die Brezeln an der Rathausfassade zeugen. 1993 kauft die Gemeinde das Bauwerk zurück. Im Mai 2001 wird das Murauer Rathaus am Standort Raffaltplatz 10 nach zehnmonatiger Bauzeit offiziell wiedereröffnet.

Architektur:
Für die Gestaltung des neuen Rathauses zeichnet der Murauer gewerbliche Architekt BM Ing. Rudolf Paschek verantwortlich, Ziel war die Symbiose von historischer Bausubstanz und modernem Bürobau. Die Kastenstockfenster sind aus Lärchenholz gefertigt, das alte Gewölbe und die mittelalterlichen Holzbalkendecken sind Zeichen der Gebäudeauthentizität. Holz in Form von Platten der Firma KLH und Glas verbinden sich mit der ursprünglichen Bausubstanz in harmonischer Weise. Holz ist auch zentraler Bestandteil der zur Hälfte verglasten Eingangstüre und des Bürgermeisterzimmers, wo Boden und Decke aus altem Holz bestehen. Obwohl der mittelalterliche Hauskern erhalten worden ist, ist das Rathaus heute dank Angleichung der Böden behindertengerecht.

Gewölbe:
Das große Gewölbe wurde während der Umbauarbeiten entdeckt. Es zeigt, dass das Gebäude ursprünglich direkt an den Schlossberg gebaut wurde. Die Bauweise und die gotischen Türeinfassungen aus rotem Sandstein weisen auf einen reichen Erbauer hin. Im Gewölbe finden das ganze Jahr über Ausstellungen statt. Das kleine Gewölbe, ursprünglich ein Schweinestall, befindet sich bei der Renovierung in sehr schlechtem Zustand. Eine Stahlbetondecke wird eingezogen, darüber befindet sich heute der Sitzungssaal des Gemeinderates. Das Rathaus wird durch Solar- und Fernwärme beheizt.

Dauer: 45 Min.

Naturparkschule

Nachhaltige Schule im Naturpark

Naturparkschule NeumarktDas Schulzentrum Neumarkt beherbergt die zweite Passivhausschule Österreichs. Wichtiger Baustoff ist Holz.

Intention
Diese Schule im Naturpark Zirbitzkogel- Grebenzen liegt inmitten der Holzwelt Murau. Als im Jahr 2009 eine Sanierung des alten Gebäudes notwendig wird, entschließt man sich für die nachhaltige und ressourcenschonende Renovierung der Schule in Passivhausstandard. Ziel ist es einerseits, die Raumqualität für den Schulbetrieb dauerhaft zu verbessern, andererseits soll das Schulzentrum beispielhaft für den Umgang der Region Neumarkt mit dem Baustoff Holz sein.

Bau

Dieses Schulzentrum umfasst auf 9.500 m2 die Neue Mittelschule, den Kindergarten, den Hort und ein Veranstaltungszentrum. Die Sanierung der Klassenzimmer, des Turnsaals und der Nebenräume beginnt im Frühjahr 2009, zu Schulbeginn im Herbst 2010 wird die „Naturparkschule“ feierlich eröffnet. Gebaut wird in Massivbauweise mit vorgesetzten Holzelementen. Der Klassentrakt weist Passivhausqualität auf, der Veranstaltungssaal wird mit Vollwärmeschutzfassade und eigener Komfortlüftungsanlage auf Passivhausstandard saniert. Durch das moderne Be- und Entlüftungssystem werden die Räume mit gleichbleibend hoher Luftqualität versorgt. Die Planung der zweiten Passivhausschule Österreichs obliegt der Arch+More ZT GmbH aus Velden, für die Ausführung ist das Murauer Bauunternehmen von DI Ferdinand Holweg verantwortlich.

Baumdom

Am Gelände der „Naturparkschule“ steht der erste Baumdom Europas, der dritte weltweit nach China und Tansania. „Baumdom“ ist ein Projekt, das die Hoffnungen und Sorgen der Kinder in Bezug auf Umwelt thematisiert. Dafür werden Kreise aus Bäumen gepflanzt, die als „Freiluftgalerie“ dienen. Kinder und Jugendliche der Region stellen hier Bilder aus.

Sonderpreis für energieoptimiertes Bauen
im Rahmen der Ziviltechnik-Awards 2009

Gasthaus und Bauernhof Gangl Schöderberg

 

So entspannend kann Holz sein

 

Bauernhof Gangl SchöderGeschichte

Wann die heute bestehenden Gebäude, Bauern- und Gästehaus, Ställe und Hütten errichtet worden sind, ist nicht überliefert. Die „Bockschwaighube“ am Schöderberg wird aber um 1400 das erste Mal urkundlich erwähnt. 1542 finden sich im Pfarrarchiv Aufzeichnungen über einen „Partlme Gangl“, die Kurzform für Wolfgang.

Holzbau

Seit den 1960er Jahren beherbergt das Haupthaus das Gasthaus Gangl.  Holz spielt, wie am Hof insgesamt, eine wichtige Rolle. Das robuste Lärchenholz kommt in der Außenverkleidung sowie bei den tragenden Teilen zum Einsatz, die Inneneinrichtung ist überwiegend aus Fichte. Im ehemaligen Zimmer der Großmutter, heute Nichtraucher-Gastzimmer, findet man eine über 100 Jahre alte Balkendecke, deren Holz nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann. Im Wohnzimmer des Gästehauses ist eine von Bernhard Bischof selbst geschnitzte Fichtendecke mit Zopfmuster zu sehen.

Ställe

Der ursprüngliche Stall ist rund 200 Jahre alt und besteht aus Lärchenholz. 1996 wird der Pferdestall in Riegelbauweise errichtet, auf ihm sitzt ein Lärchenbretterdach. Der neue Stall mit einem Grundriss von 15 mal 25 Meter entsteht 2011. Am Bau sind ausschließlich regionale Firmen beteiligt.

Sonstiges

Die Vorderfront einer Holzhütte am Hof besteht aus 100 Jahre altem Lärchenholz, das beim Abtragen eines Schafstalls in den 70er Jahren aufbewahrt wurde. Die gemauerte Hauskapelle ist mit Lärchenschindeln eingedeckt. Ebenso sehenswert: die 200 Jahre alten Holznägel, die sorgsam aufbewahrt werden

Dauer: 1 Stunde

Abbundhalle und Berufsschule

 

Berufsschule mit Staatspreis

 

Abbundhalle Berufsschule Murau BesichtigungIntention

Die Abbundhalle der Berufsschule für Zimmerer in Murau wird 1992 von DI Ernst Giselbrecht, dem Sieger eines Architekturwettbewerbs, realisiert. Holz ist nicht nur das dominierende Material, sondern auch der Werkstoff, mit dem Zimmerer der Berufsschule täglich arbeiten. Die Abbundhalle soll den Lehrinhalt verkörpern und als Vorbild dienen. Als „pädagogisches Bauwerk“ vermittelt sie den Lehrlingen das Gefühl, das Gebäude mit präziser Arbeit auch selber bauen zu können.

Architektur

Das Staatspreis-Objekt besteht aus zwei hölzernen Baukörpern aus Lärche kombiniert mit Stahl, Beton und Glas. Durchlaufen wird die Halle von einem 40 Meter-Träger, der beidseitig etwa vier Meter hinausragt. Die Dachkonstruktion besteht aus verglastem Fachwerk, in Knotenpunkten sind Zug- und Druckverhältnisse ablesbar. Die kräftige Dimensionierung ist für den Brandschutz optimal.

Halle

Die 38 Meter lange Halle ist in drei Teile gegliedert: Im westlichen Teil befindet sich die Großwerkstätte, in dem auch die Abbundanlage aufgestellt ist. Im mittleren Teil ist das Holzlager untergebracht, im östlichen der Maschinenraum, der alle wesentlichen Holzbearbeitungsgeräte beherbergt. Der niedrige Schulungsteil ist der Halle vorgelagert.

Staatspreis für Gewerbe- und Industriebauten (Sonderpreis)

Geramb Dankzeichen für gutes Bauen

Dauer: 1 Stunde

Mursteg Murau

 

Ein Stück Architektur als Brücke

 

Mursteg MurauVorgeschichte

Im Jahr 1993 wird ein internationaler Wettbewerb ausgeschrieben, an dem fünf Teams aus Architekten, Ingenieuren und Holzbauunternehmern teilnehmen. Eine prominent besetzte Jury wählt das Siegerprojekt einer Schweizer Gruppe, das 1995 in Murau realisiert wird.

Mursteg

Der Mursteg verbindet den östlichen Stadtteil mit dem Bahnhof, die Höhendifferenz der beiden Flussufer beträgt fast 10 Meter. Die Grundform des Brückentragwerks ist ein geschlossener Rahmen, eine Art einfeldriger Vierendeel-Träger. Der Steg ist nach dem Prinzip der „selbsttragenden Karosserie“ aufgebaut: Die „Wände“ oder Schubscheiben sind Binder aus Fichten-Brettschichtholz, die sich im Inneren der Brücke befinden und neben ihrer Trägerfunktion auch den Raum in Fußgänger- und Radweg aufteilen. Dach und Fahrbahn bestehen ebenfalls aus Fichte, das Geländer aus Lärche. Die einzelnen Brettschichten sind mit Nagelpressleimung verleimt, Gurte und Schubscheiben verdübelt.

Architektonischer Ansatz

Prämisse war die Forderung eines nach beiden Seiten offenen Raumes in der Mitte der Brücke. Diese wird nicht durch eine „Auflösung“ der Konstruktion, sondern im Gegenteil durch eine radikale Verdichtung des Tragwerks zu einem mittig liegenden Tragrahmen erfüllt. Das Brückentragwerk ist in zwei Teilen angeliefert und mit einem Spannkabel aus hochfestem Stahl verspannt worden. Die Spannweite der Brücke beträgt 46,8 Meter. Die Baukosetn belaufen sich auf rund 584.000 Euro. Für den Holzbau sind die Architekten Marcel Meili und Markus Peter aus Zürich, Bauingenieur Jürg Cozett aus Chur und die Firma Kaufmann aus Reutthe in Vorarlberg verantwortlich.

1996 Österreichischer Bauherrenpreis

Dauer: 0,5 Stunden

Eisbahn Triebendorf

 

Sportliche Holzkonstruktion

Eisbahn TriebendorfIntention

Die 2002 errichtete und 2004 erweiterte Eisbahn ist ein gutes Beispiel, wie kostengünstig und platzsparend ein kleiner Veranstaltungsraum entstehen kann. Die Holzkonstruktion hat viele Verwendungsmöglichkeiten – als Veranstaltungsort ebenso wie für sportliches Eis- und Asphaltschießen. Rund 150 Personen finden in der Freizeitarchitektur Platz, der so konzipiert ist, dass mit Planen ein zusätzliches Dach geschaffen werden kann.

Bau

Die Sportbahn liegt parallel zur Murtal-Bundesstraße, hat eine Länge von 37 Metern und eine Breite von 5 Metern. Die ungewöhnliche Überdachung erfolgt mittels einer Stahlkonstruktion, die dreifach mit Lärchenholz eingedeckt wird. Insgesamt werden für den Bau 35m³ Holz verwendet. Die Kosten betragen 150.000 Euro. Die bevorzugte Verwendung Holz ist auf den Wunsch der Gemeindeverantwortlichen zurückzuführen, inmitten der Holzwelt Murau selbst ein Projekt mit heimischem Rohstoff zu verwirklichen. Geplant wird die Anlage von DI Raimund Dickinger, als Grundlage dient der Planentwurf des Gemeinderates Johann Steinberger. Die Kosten für die Planung übernimmt der Triebendorfer Orgelbauer Walter Vonbank. Bauausführendes Unternehmen ist die DI Ferdinand Holweg GmbH.

Dauer: 0,5 Stunden

Schlossstiege

 

 

Aufstieg zu den Schwarzenbergs

Schloßstiege Murau BesichtigungEntstehung

Die aus Holz gefertigte Schlossstiege dürfte bereits zu Zeiten der alten Liechtenstein´schen Burg existiert haben. In Aufzeichnungen findet sich der Hinweis, dass Georg Ludwig Graf zu Schwarzenberg das herrschaftliche Oratorium in der Stadtpfarrkirche im Jahr 1624 in der heute noch existenten Form errichten ließ und sich „seit alter Zeit“ ein gedeckter Treppenaufgang dorthin befindet. Die Stiege ist somit älter als das Schoss, das in den Jahren 1628 bis 1643 erbaut worden ist. Die Stiege ist der kürzeste Fußweg zwischen dem Schloss- bzw. Burgberg und dem Oratorium im Zentrum der Stadt. 1848 wird die Stiege neu gebaut.

Dach

Die Eindeckung erfolgt ursprünglich mit gusseisernen Schindeln aus dem Eisenhüttenwerk in Turrach. Eine Schindel ist drei Millimeter dick und wiegt rund 1,5 kg. Die Verlegung erfolgt in gleicher Weise wie beim Tonfalzziegel. Für die 170 m² Dachfläche werden rund 4.200 Schindeln benötigt. Die Originale sind heute im Montanmuseum Turrach zu besichtigen.

Erneuerung

Die ursprüngliche Konstruktion hatte über 130 Jahre lang Bestand. 1980 wird die baufällige Stiege samt Dach von der Fürstlich Schwarzenberg´schen Bauverwaltung in viermonatiger Bauzeit erneuert und aus Mangel an Original-Schindeln mit Kupferblech eingedeckt. Für die Konstruktion der sogenannten „Zwergerlstiege“ wird Fichtenholz verwendet, die Treppenstufen bestehen aus Lärche, da diese Holzart widerstandsfähiger ist. Das Holz stammt aus dem Schwarzenberg´schen Wald der Herrschaft Murau. Die Stiege ist allgemein zugänglich und überwindet mit 214 Stufen eine Höhendifferenz von 23 Metern.

Dauer: 0,5 Stunden

Sportzentrum

 

 

Holz und Fussball mögen sich

Die Sport- und Freizeitanlage besteht aus einem Hauptspielfeld, einem Trainingsplatz, Umkleidemöglichkeiten und Fitnessraum für die Sportler, Club-, Lager- und Büroräumen, Tribünenanlagen und Infrastruktur für Funktionäre und Publikum. Der ebene Flächenbedarf stellt die landschaftsgestalterische Herausforderung, die Anlage im hügeligen Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen sensibel zu integrieren.

 

Sportzentrum St. LambrechtBau

Das Gebäude bildet einen eindeutigen Abschluss quer zur Straße. Die verwendeten Materialien sind bestimmt von der alpinen regionalen Baukultur des Voralpenraumes und den funktionalen Gegebenheiten der Beanspruchung. Der erdberührte Bereich besteht aus Beton, das Obergeschoss ist eine Holzkonstruktion aus großflächigen KLH-Elementen, die Tribünenüberdachung eine leichte Stahlkonstruktion, Polykarbonat-überdeckt. Die Fassaden sind aus unbehandelter Lärchenstulpschalung, dunklem Eternit und Glas. Geplant wird das 2004 errichtete Sportzentrum von Architekt DI Gerhard Mitterberger aus Graz. Insgesamt werden 1,5 Millionen Euro in die rund 24.000 m² große Anlage investiert.

Rasen

Eine Einschränkung für die Rasenfelder bietet die Höhenlage von etwa 1.000 Meter Seehöhe. Diese bedingt eine verkürzte Vegetationsperiode. In Konsequenz daraus ist das Hauptspielfeld als Fertigrollrasen ausgeführt worden, welcher die Anwuchszeit vom Aufbringen bis zum ersten Spiel auf wenige Wochen reduziert. Der Trainingsplatz ist mit einem Kunstrasen versehen, er ermöglicht längere Speil- und Trainingsmöglichkeiten in der kühlen, schneereichen Jahreszeit.

Dauer: 0,5 Stunden

Murbrücke Frojach-Katsch

Mursteg Frojach-KatschDie Radfahrer- und Fußgängerverbindung zwischen den Ortsteilen Katsch und Frojach besteht aus „Bresta-V“ Elementen (steht für Brettstapelbauweise – Vertikal) und ist 1996 mit dem Geramb-Dankzeichen für gutes Bauen ausgezeichnet worden.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Hohe Brücke St. Lambrecht

HoheBrücke St. LambrechtAn Stelle der in den 1970er Jahren verfallenen „Hohen Brücke“ wird 1998 ein neuer Übergang über den Kühbach aus 95 m³ Lärchenholz errichtet. Das Tragwerk überspannt eine Länge von 32 Metern. Gespendet wird das Holz von den St. Lambrechter Benediktinern und der Waldgenossenschaft Schönanger.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Kirchturm im See Ranten

Kirchturm im See RantenDer Sage nach verschwand der Rantener Ortsteil Rottenmann einst als Strafe für das frevelhafte Verhalten der Bevölkerung zur Gänze in einem See. Heute erinnert ein 2,5 Hektar großer Landschaftsteich an die Legende, aus dessen Mitte ein nachgebauter hölzerner Kirchturm ragt.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Wandritschbrücke St. Ruprecht Falkendorf

WandritschbrückeDie 36 Meter lange Brücke wird 1998 errichtet, um die Holzbringung von der südlichen Talseite zu erleichtern. Die Brückenbögen und Schrägverstrebungen bestehen aus Leimschichtholz und überspannen die Mur ohne Stützpfeiler.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Kaindorfbrücke St. Georgen ob Murau

Kaindorfbrücke St. GeorgenDer Mur- Übergang in Kaindorf zum Golfplatz am Kreischberg erinnert in seiner Bauweise an die Wandritschbrücke in St. Ruprecht-Falkendorf. Für die Holz-Stahl-Fachwerkkonstruktion werden 26 m³ Lärchenbrettschichtholz und 13 Tonnen Stahl verwendet.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Gestüthofbrücke Murau

Gestüthofbrücke LaßnitzDie historische Brücke wird im Jahr 2000 in Holzleimbauweise neu errichtet und gilt als längste freitragende Holzbrücke Europas. Das 48 m lange Haupttragwerk besteht aus Lärchen-Längsfachwerken.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Greimhalle St. Peter am Kammersberg

Greimhalle St. PeterDie zur Konzert- und Veranstaltungshalle umgebaute Greimhalle wird 1993 eröffnet. Das Tragwerk aus Leimschichtholz überspannt ohne Stützen eine Hallenbreite von 23 Metern, die Fassadenverkleidung besteht aus Lärchenbrettern.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Holzparkhaus Murau

 

Holzparkhaus MurauDas hölzerne Parkhaus ist das erste und bisher einzige in Europa. Der dreigeschossige Bau wird 1999 errichtet, insgesamt werden 1.300 m³ Holz in Form von Fichtenleimbindern und Massivholzplatten verwendet.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Murpromenade Murau

 

Murpromenade MurauDer Weg entlang der Mur verbindet den Schillerplatz mit dem Raffaltplatz. Die vielfältigen hölzernen Veranden bestehen meist aus Lärchenholz und dienen dem Kälteschutz.

Dauer: 0,5 Stunden

 

Reithalle Schöder

 

Reithalle SchöderDie 60 mal 20 Meter große Reitsporthalle wird 1999 in Skelettbauweise errichtet. Das Gebäude ist eine Materialkombination aus Holz, Stahl und Beton. Das Satteldach mit einer 25 Grad-Neigung ist mit Welleternit gedeckt.

Dauer: 0,5 Stunden

 

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